Am Postplatz wünschen sich die Bezirksverordneten den neuen S-Bahn-Zugang. Archiv-Foto: Gogol

Mit zwei gemeinschaftlichen Anträgen wollen alle vier in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf vertretenen Parteien verhindern, dass ein zweiter Ausgang für den S-Bahnhof Zehlendorf gegen eigene Wünsche am Teltower Damm errichtet wird.

Wie der Tagesspiegel Anfang der Woche berichtete, sollen sich Senat und S-Bahn darauf verständigt haben, dass der lange erhoffte zweite Zu- und Ausgang unterhalb der Brücke entstehen soll – also genau an der schmalsten Stelle.

„Der geplante Ausgang zum Teltower Damm unterhalb der Brücke stellt eine Gefahr dar. Die Unterführung ist ein Nadelöhr und wird von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt. Der Ausgang schafft ein unkalkulierbares Gefährdungspotenzial“, begründen die Fraktionen ihren Antrag und empfehlen dem Bezirksamt mit einem zweiten Antrag sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass der Zugang stattdessen zum Postplatz und zur Machnower Straße hin eingerichtet wird. Dieser Ausgang schaffe „eine direkte Verbindung zu diversen Schulen und Einzelhändlern“.

Diese vom Bezirk favorisierte Variante soll in der Vorplanung aber von der Senatsverwaltung für Verkehr aus Kostengründen verworfen worden sein.

Der zweite S-Bahn-Zugang soll im Zuge der Sanierung der S-Bahntrasse und der Erneuerung der S-Bahnbrücke erfolgen. Derzeit berät die Bahn über eine Provisorium, das errichtet wurde, nachdem im September 2010 ein Tieflader dort stecken geblieben war.

(go)