
Julia (links) und Freundin Anja hatten Spaß bei Spielen, bei denen es um Schnelligkeit ging. Fotos: Gogol
Es ist eine Veranstaltung für Familien das „Spiel mal wieder“ in der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Albert Schweitzer“. Bereits am Freitagabend waren zahlreiche Kinder und Erwachsene zu Gast, um neue Spiele zu testen und alte wiederzuentdecken.
Sascha Pollacek ist 19 Jahre alt und kam in Begleitung von Mama und dem sechseinhalb jährigen Bruder Max. Während es für Max das erste Mal beim „Spiel mal wieder“ war, ist Sascha schon ein alter Hase. Seit etwa acht Jahren schaut er jedes Jahr vorbei, erzählte er. „Die Menschen sind sympathisch und die Spiele spannend“, begründete er, warum er immer wieder gerne kommt. Und natürlich ist es die große Spielauswahl. Rund 4.000 Spiele können an den drei Tagen ausprobiert werden, erzählte Philipp Schneider, der das Spielefest mitorganisierte – von ganz klein bis ganz groß ist da für jeden was dabei. Mit 2.000 Besuchern rechnete Schneider an dem Wochenende. Früher habe die Spieleausstellung eine ganze Woche gedauert, doch dazu fehle das Personal.
Neben der Freude, neue Spiele kennenzulernen, habe das Fest aber auch einen pädagogischen Ansatz. Die Kinder lernten, mit Frustration umzugehen, wenn sie verlieren und Regeln einzuhalten, so Schneider weiter. Er selbst spiele nicht mehr so viel, eines seiner Lieblingsspiele ist „Siedler von Catan“. Das habe man aber nicht im Angebot, wegen der vielen kleinen Klötzchen, die zum Spiel gehören. Die verschwanden nämlich nach und nach.
Sascha Pollacek spielt das Spiel ebenfalls gern, aber auch „Vier gewinnt“. Mit dem trat er im „Spiel mal wieder“ auch schon im Wettbewerb an.
Gewonnen hat den vor zwei Jahren Aaron Gredkiewicz. Der war am Freitag mit seinem Eltern ins „Albert Schweitzer“ gekommen. Gemeinsam spielten sie Obongo. Ihr Sohn spiele zu Hause viel, so Cybéle Gredkiewicz, sie bastele lieber. Deshalb sei sie in den vergangenen Jahren auch lieber in die Nähstube gegangen, aber die sei zu und so spiele sie eben mit. „Obongo“ mochte sie weil dafür auch Mathematik gebraucht werde, sagte sie – und das sei für die Schule ja auch ganz gut.
Angeboten wurde „Obongo“ von Jana Schumann. Die studiert in Coburg und war extra angereist, um beim „Spiel mal wieder“ mitzumachen. Als Praktikantin habe sie im Haus gearbeitet. „Die andern haben berichtet, dass es so toll sein soll“. Nun machte sich die junge Frau selbst ein Bild.
Während „Obongo“ schon recht bekannt ist, stellten Sandra und Stefan Neumann neue Spiele vor – er von der Firma Asmodee, sie von der Firma Kosmos – und erklärten sie. Das Interesse sei groß, bestätigten beide, die das schon seit mehreren Jahren machen. Die Leute probierten Spiele gern aus, um zu schauen, ob sie ihnen Spaß machen. „Eine Schachtel sagt nicht viel aus“, so Stefan Neumann. Und in den Geschäften könnten die Verkäuferinnen auch nicht immer weiterhelfen, ergänzt seine Frau. Tochter Jana kommt auch immer mit, dieses Mal hatte die 13-Jährige Freundin Anja Hünnhkbers dabei. Sie war das erste mal bei „Spiel mal wieder“. Es gefalle ihr gut, vor allem die Schnelligkeitsspiele, sagte sie. Auch zu Hause spiele sie viel mit der Familie. Jana kannte viele Spiele schon, klar, von den Eltern. Ihr Lieblingsspiel derzeit: Legenden von Andor.
Wer selbst Spiele ausprobieren will, kann dies noch am Sonnabend und Sonntag, 17 und 18. November, von 14 bis 18.30 Uhr in der JFE „Albert Schweitzer“, Am Eichgarten 14. Dort kann auch gebastelt werden und es gibt einen kleinen vorweihnachtlichen Trödelmarkt.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: