
Alle Wohnungen des Neubauensembles in Lichterfelde West wurden bereits verkauft. Foto: Baumann
„La Provence“ heißt das neue Wohnensemble in Lichterfelde. 118 neue Wohnungen verteilt auf insgesamt 14 Mehrfamilienhäuser entstanden in den letzten zwei Jahren in der Curtiusstraße unweit des S-Bahnhofs Lichterfelde West. Die Fertigstellung der Wohnanlage ist für das zweite Quartal 2017 geplant.
Das gesamte Neubauensemble besteht ausschließlich aus Eigentumswohnungen. Die letzten zwei wurden vor Kurzem verkauft. Der Projektentwickler und Bauträger der Wohnanlage ist PROJECT Immobilien. Das Unternehmen realisiert zurzeit gleich mehrere Bauvorhaben im Berliner Südwesten. Als Nächstes startet der Verkauf für das Bauprojekt „Schweizer Park“.
Weitere neue Wohnanlagen in Steglitz-Zehlendorf
Auch diese Wohnanlage befindet sich in Steglitz, in der Berner Straße 9. 33 Wohnungen werden dort im ersten Bauabschnitt gebaut. Dabei werden die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen als Penthaus, Garten- oder Balkonwohnung angeboten. Insgesamt ist die Errichtung von sechs freistehenden, nach Süden ausgerichteten Stadtvillen mit jeweils zwei Geschossen und einem Staffelgeschoss in zwei Bauabschnitten geplant.
Das dritte Bauprojekt des Unternehmens befindet sich in Zehlendorf, in der Sundgauer Ecke Schlettstadter Straße. Unter dem Namen „Alte Gärtnerei“ werden dort zurzeit 21 Garten-, Balkon-, Loggia-Wohnungen und Penthäuser sowie zehn Reihenhäuser errichtet. Die teils barrierefreien Wohneinheiten sollen bis zum zweiten Quartal 2018 bezugsfertig sein. Auch bei diesen beiden Projekten werden die Wohneinheiten ausschließlich zum Verkauf und nicht zur Miete angeboten.
(eb)












Johanna Mertens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]
Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen.
Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut:
Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst.
Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament.
Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk.
Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen.
Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun.
Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht.
Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser.
Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind.
Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.