Eine Stahlbetonkonstruktion mit gemauerten Innenwänden, außen ein Band aus eloxierten verschiedenfarbigen Aluminiumlamellen – so soll die neue Zweifeldersporthalle für die Grundschule am Karpfenteich aussehen. Für diesen Entwurf, das Lankes Koengeter Architekten zusammen mit Birke Zimmermann Landschaftsarchitekten und der Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH eingereicht hatten, entschied sich die Jury unter der Leitung der Berliner Architektin Carola Schäfers. Zudem soll das Gebäude nachVorstellung der Entwurfsverfasser Solarpaneele und ein extensives Gründach erhalten.
Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf in Zusammenarbeit mit dem Referat für Wettbewerbe und Auswahlverfahren der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen Wettbewerb für den Neubau der Zweifeldsporthalle ausgelobt. Die Teilnehmer hatten eine Halle mit einer Nutzfläche von etwa 1.500 Quadratmeter zu planen, die sowohl von der Schule als auch für den Vereins- und Breitensport genutzt werden soll. Der Schulstandort war gestalterisch und funktional aufzuwerten und städtebaulich überzeugend weiter zu entwickeln. Durch den Neubau sollten die Außenräume neu strukturiert und die Zugangssituation zur Schule und zur Sporthalle herausgearbeitet werden.
Der Gesamtkostenrahmen der Baumaßnahme beträgt 3,6 Millionen Euro und soll bis Ende 2015 fertig sein.
Die Jury empfahl einstimmig die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung. „Die Arbeit überzeugt durch ihre einfache und klare Gestaltung. Das betrifft sowohl die städtebauliche Setzung des teilweise eingegrabenen Baukörpers längs zur Hildburghauser Straße wie auch die sehr funktionale Gliederung der Innenräume. Die beiden Eingänge zum Schulcampus nach Süden für die Schulnutzung und nach Osten zur Durchwegung für die Vereinsnutzung sind leicht auffindbar und angemessen proportioniert“, begründete die Jury ihre Entscheidung.
Am Wettbewerb nahmen 86 Bietergemeinschaften aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Fachingenieuren für Technische Gebäudeausrüstung teil. Die Preissumme beträgt insgesamt 18.000 Euro. Alle eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden öffentlich ausgestellt. Ort und Zeitraum der Ausstellung werden rechzeitig bekannt gegeben.
(sn)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.