Die Sondierungsgespräche zwischen ver.di und der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten und Botanisches Museum (BE BGBM), einer Tochtergesellschaft der Freien Universität Berlin, sind jetzt für den Zeitraum von einem Monat ausgesetzt worden, teilt die Gewerkschaft mit. Die BE BGBM habe zugesagt, innerhalb von zwei Wochen ein Angebot zu Stundenlöhnen vorzulegen.

Die BE BGBM ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Freien Universität, sie ist für die gärtnerische, technische und infrastrukturelle Bewirtschaftung des Botanischen Gartens und des Museums zuständig. Im April 2007 wurde die „Betriebsgesellschaft“ aus Kostengründen gegründet. Seitdem sind neben den Altbeschäftigten der FU Berlin die rund 50 Beschäftigten der BG BGBM tätig. Diese werden laut ver.di erheblich schlechter als die FU-Beschäftigten bezahlt. Deshalb will die Gewerkschaft für die Beschäftigten eine Annäherung an den Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten erreichen, der auch für die Beschäftigten der FU gilt.

Derzeit liege die Bezahlung bei der BE BGBM je nach Einsatzbereich bis zu 72 Prozent unter dem Tarifvertrag der Landesbeschäftigten. „Diese Zwei-Klassengesellschaft in einem Betrieb muss in einem ersten Schritt spürbar abgemildert werden.“, so die ver.di-Verhandlungsführerin Susanne Feldkötter. Langfristig will ver.di erreichen, dass beim Botanischen Garten gleiches Geld für gleiche Arbeit gezahlt wird.

(sn)