Die Wannsee-Terrassen kehren zurück. Am Freitag wurde Richtest gefeiert, im Sommer kommenden Jahres sollen bereits die ersten Gäste wieder ihren Kaffee mit Panoramablick über den Wannsee genießen können.
Das legendäre Ausflugslokal wird zwölf Jahren nachdem es nieder brannte vom Berliner Investor Harald Huth und seiner HGHI – High Gain House Investments GmbH wieder zu neuem Leben erweckt. Der Investor ist kein Unbekannter im Bezirk, zeichnet verantwortlich für das Einkaufszentrum Lichterfelde Ost (LIO), die Zehlendorfer Welle, das Nahversorgungszentrum und Ärztehaus am Schlachtensee und „Das Schloss“ in Steglitz.
Entstehen soll am Wannsee ein Restaurant im englischen Landhausstil mit 350 Sitzplätzen im Inneren und 500 im Außenbereich. Ursprünglich sollten es 1.000 Sitzplätze im Außenbereich geben, was aber aufgrund der angespannten Parkplatzsituation am Wannsee vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf abgelehnt wurde.
Rund drei Millionen Euro investiert Huth, der das Gelände bereits 2006 vom Liegenschaftsfonds kaufte. Jahrelang hatte es, auch gerichtliche, Auseinandersetzungen um den Neubau gegeben, denn das Baufeld liegt in einem Natur- und Wasserschutzgebiet. Er wolle den Berlinern mit den Wannsee-Terrassen einen „Identifikationspunkt“ zurückgeben, sagte Huth der Berliner-Zeitung. Wer die Bewirtschaftung des neue Restaurants übernehmen wird, will er noch nicht verraten.
Erbaut wurden die Wannsee-Terrassen 1937. Zehn Jahre später brannte das reetgedeckte Ausflugslokal das erste Mal nieder und wurde in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. 2001 verursachte eine defekte Dunstabzugshaube am ersten Weihnachtsfeiertag ein Feuer. Das Lokal brannte nieder und musste abgerissen werden.
(sn)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: