
Seit 2013 wurde das Victoriahaus saniert – nun sollte es wiedereröffnet werden. Doch die Wasserbecken im Obergeschoss sind undicht. Foto: G. Hohlstein, BGBM
Die für den 20. September geplante Eröffnung des grundsanierten Victoriahauses im Botanischen Garten ist abgesagt. Der Grund: Die Wasserbecken im Obergeschoss des Gewächshauses sind nicht dicht. Eine Wiederbepflanzung der Becken ist deshalb derzeit nicht möglich. Ein neuer Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Gegenwärtig werde seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt als Bauherr und mit Hilfe der beteiligten Planungsbüros an einer Lösung des technischen Problems gearbeitet, teilt der Botanische Garten mit.
Die denkmalschutzgerechte und energetische Grundsanierung des mehr als 100 Jahre alten Victoriahauses startete im Sommer 2013. Das Schaugewächshaus war so baufällig, dass es für Besucher 2006 geschlossen wurde und keine Pflanzen mehr beherbergen konnte. Die Wände waren feucht, die technischen Anlagen veraltet und defekt. In der Glashülle fehlten Scheiben. Der energietechnische Zustand des Gewächshauses entsprach dem Standard der Nachkriegszeit, als Energieeffizienz und Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen noch keine wichtigen Themen waren. Das Gebäude war eines der größten Energieverschwender im Botanischen Garten.
Ermöglicht wurde die denkmalgerechte, energetische Grundsanierung des Victoriahauses sowie die Installation eines modernen Nahwärmenetzes und biogasbetriebenen Blockheizkraftwerks für rund zehn Millionen Euro unter anderem durch Haushaltsmittel des Landes Berlin, Fördermittel aus dem Umweltentlastungsprogramm II sowie einem Eigenmittel der Freien Universität Berlin. Das Umweltentlastungsprogramm wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert.
Das Victoriahaus zeigt in seinen Wasserbecken tropische und subtropische Sumpf- und Wasserpflanzen, vor allem tropische Seerosen. Die Namensgeberin des Gewächshauses ist die tropische Riesenseerose Victoria. Sie gehören mit ihren bis 30 Zentimeter großen Blüten und bis zu zwei Meter großen Schwimmblättern zu den Höhepunkten des Botanischen Gartens.
(sn)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
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