Die Soziologie-Professorin Jutta Allmendinger ist zur Honorarprofessorin der Freien Universität (FU) Berlin bestellt worden. Die seit 2007 amtierende Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) erhielt die Ernennungsurkunde am Montag aus den Händen des Präsidenten der Freien Universität, Prof. Dr. Peter-André Alt. Er bezeichnete Jutta Allmendinger als eine Soziologin mit herausragendem Renommee. Durch ihr Engagement an der FU werde die Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem WZB gestärkt und zugleich die Kooperation mit allen außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf dem Campus Dahlem intensiviert.
Jutta Allmendinger, geboren 1956 in Mannheim, studierte an der dortigen Universität und an der US-amerikanischen University of Wisconsin Soziologie, Sozialpsychologie, Volkswirtschaftslehre und Statistik. 1987 promovierte sie an der Harvard University; ein Jahr später wechselte sie als wissenschaftliche Angestellte an das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, an dem sie bis 1991 tätig war. 1993 habilitierte sie sich an der Freien Universität Berlin. Von 1992 bis 2007 war Jutta Allmendinger Professorin für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU); sie war dort allerdings von 2003 an beurlaubt, weil sie als Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Bildungsforschung in Nürnberg tätig war. 2007 wurde die Soziologin als Nachfolgerin von Professor Jürgen Kocka (Freie Universität Berlin) Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung; sie ist zudem Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Allmendinger forscht über den Arbeitsmarkt, Bildung und Geschlechterverhältnisse im Kontext sozialstaatlicher Regelungen und Institutionen. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Werke, 2010 veröffentlichte sie das Buch „Verschenkte Potenziale?“ über die Lebensverläufe nicht erwerbstätiger Frauen. Ihre kritische Analyse des deutschen Schulsystems unter dem Titel „Schulaufgaben“ ist in Druck und erscheint im September.












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: