Gleich zwei Richtkronen schwebten am Freitag über der Domäne Dahlem – eine über dem Landgasthof und eine über dem neuen Eingangsgebäude gegenüber des U-Bahnhofes Dahlem-Dorf.
Im Landgasthof, der an der Stelle der alten Remise entstanden ist, wird neben der Küche eine Schaubäckerei untergebracht. Verglasungen an beiden Längsfrinten sollen aber den Charme einer Remise erhalten, so der Museumsdirektor und Vorstand der Stiftung Domäne Dahlem – Landgut und Museum, Dr. Peter Lummel. Natürlich wird das Lokal auch behindertengerecht ausgestattet und muss sowohl der täglichen Nutzung als auch der bei Marktfesten, wo tausende Besucher auf der Domäne zu Gast sind, gerecht werden, erklärte Architekt York Stuhlemmer die Schwierigkeit. Eine besondere Herausforderung war die Technik, die auf kleinstem Raum so eingebaut werden musste, dass sie nicht zu sehen ist – so die Auflagen des Denkmalschutzes. Nun findet sich die gesamte Haustechnik im Boden, erklärte der Architekt.
Im neuen Eingangsgebäude soll zukünftig der Hofladen untergebracht werden. Genau gegenüber des Eingangs zum U-Bahnhof sei das ein „anderes Signal zur Straße“, findet Lummel. Eine „geniale Idee“ sei es gewesen, Bruchstein für das neue Eingangsgebäude zu verwenden, lobte der Museumesdirektor Architekt Stuhlemmer. So passe es sich gut in das Dorfensemble ein. Eine zweite „geniale Idee“ war für ihn, dass die Gebäude ringsherum um das historische Gebäude niedriger sind, so dass dieses gut zur Geltung kommt. Der Gutsgarten wurde zudem eingebunden in die neue Erschließungssituation und komme so besser zur Geltung bekam auch der Landschaftsplanung seinen Teil des Lobes von Lummel ab. Überhaupt zeigten sich alle Beteiligten zufrieden mit der Zusammenarbeit – Stuhlemmer lobte die Baufirmen, die für auftauchende Schwierigkeiten schnelle und unkomplizierte Lösungen gefunden hatten. Und sogar das Wetter hatte mitgespielt, über den Winter konnten die Arbeiten weiterlaufen.
Landgasthof und Empfangsgebäude sind Teil und letzter Abschnitt eines größeren Bauprojektes. In dessen Rahmen bereits das Stellmachergebäude restauriert und das Kulinarium errichtet wurde. Letzteres wird im Juni eröffnen, die beiden neusten Gebäude möglicherweise im Herbst.
Immer wieder angepasst werden musste die Finanzierung, berichtete Lummel. Rund 3,8 Millionen Euro kostete schließlich das Gesamtprojekt, das vom Land Berlin und der Europäischen Union gefördert wurde. 1,5 Millionen Euro entfielen dabei auf den Landgasthof, 300.000 Euro auf das Empfangsgebäude. Auch der Förderverein unterstützte die Arbeiten finanziell und gab das Geld für die Glasfront auf der Rückseite des Gasthauses.
Doch das, was die Architekten dort hingestellt hätten, sei letztendlich nur eine Hütte. Diese gelte es nun mit Herzblut, Engagement und Ideen zu füllen, so Lummel.
Mit den neuen Gebäude komme man dem Motto der Domäne „Vom Acker bis auf den Teller“ wesentlich näher als bisher, freute sich Lummel.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: