1.700 Unterschriften für Initiative SICHERER SCHULWEG GIESENSDORFER

1.700 Unterschriften für Initiative SICHERER SCHULWEG GIESENSDORFER

Dr. Anne Löchte überreicht die Unterschriften an BVV-Vorsteher René Rögner-Francke, Foto:  zum Schutz

Initiative „Sicherer Schulweg Giesensdorfer“ reicht Einwohnerantrag für Tempo 30-Zone im Bereich Ostpreußendamm/Osdorfer Straße ein.

Um die Verkehrssicherheit im Umfeld der Giesensdorfer Grundschule zu erhöhen, hat die Initiative „Sicherer Schulweg Giesensdorfer“ über 1.700 Unterschriften für einen Einwohnerantrag zur Einrichtung einer durchgehenden Tempo 30-Zone im Kreuzungsbereich Ostpreußendamm/Osdorfer Straße gesammelt. Diese Unterschriften übergab die Initiatorin und Sprecherin der Initiative, Dr. Anne Löchte, am 10.11.2020 dem Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf, René Rögner-Francke.

Der Einwohnerantrag setzt sich für eine durchgehende Tempo 30-Zone auf dem Ostpreußendamm von der Einmündung Waltroper Weg bis zum Abzweig der Giesensdorfer Straße, sowie auf der Osdorfer Straße bis auf die Höhe des S-Bahnhofs ein. Allein in diesem Bereich liegen die Giesensdorfer Grundschule und drei Kitas, die insgesamt von etwa 500 Kindern besucht werden. Die Initiative aus der Elternschaft der Giesendorfer Grundschule wird von der Schulleitung, Gesamtelternvertretung und dem Schul-Förderverein sowie von der Evangelischen Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf und den drei betroffenen Kitas unterstützt.

Obwohl verschiedene Initiativen seit Jahren auf die Gefährlichkeit der Kreuzung vor allem für Kinder und ältere Menschen hinweisen, sind Verkehrsführung und Ampelschaltung nach wie vor weitgehend unverändert. „Dass diese Kreuzung gefährlich ist, ist seit Jahren bekannt. Schulleitung, Gesamtelternvertretung und Förderverein der Giesensdorfer Grundschule bemühen sich seit mindestens sechs Jahren im Gespräch mit Polizei, Politikern und Verkehrslenkung darum, dass an dieser Kreuzung endlich etwas verändert wird, damit die Schulkinder sicher die Straße überqueren können. Bislang passierte – NICHTS“, sagt Anne Löchte. „Eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation wird sich durch die Eröffnung des Flughafens BER und vor allem durch das geplante Neubaugebiet in Lichterfelde Süd ergeben.“

Zuletzt gab es im Jahr 2018 einen schweren Unfall, bei dem ein Schüler der Giesensdorfer Grundschule beim Überqueren der Straße trotz grüner Fußgängerampel angefahren und schwer verletzt wurde. Die Schulleiterin der Giesensdorfer Grundschule, Konstanze Kiesner: „Ausgerechnet im Kreuzungsbereich ist aktuell die Tempo 30-Zone aufgehoben. Es ist unbegreiflich, dass, obwohl drei Kitas und eine Grundschule von dieser Problematik betroffen sind, bislang keine Änderung der Tempo-Zone, der Ampelschaltung oder der Verkehrsführung vorgenommen wurde. Ein weiterer Unfall muss vermieden werden!“

Der Förderverein der Giesensdorfer Grundschule fordert über die Tempo 30-Zone hinaus eine Grünphasenampel, bei der alle Fußgängerübergänge gleichzeitig Grün haben, während für alle Autos auf Rot geschaltet ist. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Christoph Herbort-von Loeper, sagt dazu: „An der Kreuzung kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen, wenn Autos und Fußgänger zeitgleich Grün haben. Wir dürfen das Verkehrsverhalten von Kindern im Grundschulalter nicht mit Erwachsenenmaßstäben messen. Die Verkehrssituation ist hoch gefährlich und eine rasche Änderung unumgänglich. Die beste Lösung aus unserer Sicht ist eine Grünphasenampel, wie sie bereits seit Jahren in Mitte an der Kreuzung Friedrichstraße/ Kochstraße praktiziert wird“.

Die Leitung der Evangelischen Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf, deren Dorfkirche, Gemeindehaus und Kita unmittelbar an der Kreuzung liegen, betrachtet die Situation ebenfalls mit großer Sorge. Pfarrer Björn Sellin-Reschke hat schon einige Unfälle an der Kreuzung direkt miterlebt und unterstützt den Einwohnerantrag ausdrücklich. Er appelliert deshalb an die BVV: „Ich bitte im Namen der Gemeindeleitung, die Situation ernst zu nehmen und die Anliegen der Unterschriftenaktion aufzugreifen und umzusetzen.“

Die Initiative „Sicherer Schulweg Giesensdorfer“ wird unterstützt von der Schulleitung, der Gesamtelternvertretung und dem Förderverein der Giesensdorfer Grundschule, der „Kita Undinchen“, „SpIn Kita“ und „Ev. Kita Lindenhof“ sowie der Leitung der Evangelischen Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf.

 

Initiative SICHERER SCHULWEG GIESENSDORFER
E-Mail: sicherer-schulweg-giesensdorfer@web.de

 

 

1 Kommentar

  1. Glückwunsch-das ist auch dringend nötig!

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„Perspektiven der Kinder und Jugendlichen machen unsere Entscheidungen besser“

[caption id="attachment_103286" align="aligncenter" width="400"] Johanna Martens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]   Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen. Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut: Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst. Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament. Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk. Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen. Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun. Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht. Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser. Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind. Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.

Johanna Martens

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