Für ein „klobalisiertes Steglitz“ demonstrierten am Mittwochmorgen etwa 200 Schüler des Paulsen-Gymnasiums vor dem Büro von Bezirksstadtrat Michael Karnetzki. „Schüler müssen müssen dürfen“, riefen sie und machten mit Trillerpfeifen ordentlich Alarm.
Der Grund für die Aktion, die die Schüler selbst organisiert hatten: Ihnen stinken ihre Toiletten. Die stammen aus den 1960er und ’70er Jahren, berichtet Schülersprecher Kaya Davy Halbleit. Nur zehn der 22 Toiletten sind überhaupt noch benutzbar– und das bei 600 Schülern. Die Rohre sind veraltet. „Es riecht im Sommer im ganzen Schulhaus und dabei sollen wir dann sechs bis acht Stunden täglich lernen“, berichtet der 16-Jährige. Wenn ihr Sohn von der Schule komme, gehe er erst einmal auf die Toilette, weil er das in der Schule nicht macht, berichtete Claudia Kittsteiner, Vorstand der Gesamtelternvertretung. Sie sowie weitere Eltern begleiteten die Schüler bei der Demo. Auch sie hoffen, dass der Sanierungsstau in Steglitz-Zehlendorf möglichst schnell abgebaut wird.
Saniert werden sollten die Toiletten des Paulsen-Gymnasiums bereits im vergangenen Jahr. Doch der Bezirk konnte wegen Personalmangels die Gelder nicht verausgaben. Nun fordern die Schüler, dass die Sanierung endlich in diesem Jahr stattfindet und die derzeit sechs offenen Stellen in der Bauabteilung besetzt werden. Den Weg der Demonstration habe man gewählt, weil alle andern Wege vorher nichts verändert hätten, erklärt der Schülersprecher. „Wir wollen gehört und wahrgenommen werden. Wir wollen das Bauamt wachrütteln“, ergänzt Schülersprecherin Marcellina Massenbach.
Und gehört wurden sie. Karnetzki wagte sich in die Schülermenge und sicherte den Schülern sogar schriftlich zu, dass die Sanierung noch in diesem Jahr stattfinden soll – was bei den Demonstrierenden für Jubel sorgte. Noch in dieser Woche erwartet der Bezirksstadtrat den Bescheid der Senatsverwaltung, die Geld aus dem Toilettensanierungsprogramm bereitstellt. 150.000 Euro werden für das Paulsen-Gymnasium gebraucht. Auch die offenen Stellen seien dabei, besetzt zu werden, derzeit liefen die letzten Auswahlgespräche, versicherte der Bezirksstadtrat.
(go)













Gute Stimmung im Stadion Lichterfelde | Foto: John Mark Shorack[/caption]
Die 2. Frauen-Bundesliga geht in den Endspurt. Am Sonntag, den 10. Mai, spielt das Viktoria Berlin Frauenfußballteam noch einmal im Stadion Lichterfelde.
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Das Stadion Lichterfelde bietet eine familienfreundliche Atmosphäre, ideal für einen Sonntagsausflug. Die Fans singen Lieder wie „Oh Viktoria, la la la la laaaa“ über ein Megafon, begleitet voneiner großen Trommel. Diese Stimmung zieht Besucher und Besucherinnen jeden Alters in ihren Bann. Neben dem Spielfeld gibt es Sitzsäcke zum Entspannen, einen Videobereich mit Informationen zum Verein und Frauenfußball sowie weitere Spiele. Klassische Stadionverpflegung wie Würstchen und Getränke sind ebenfalls erhältlich.
Das Viktoria Berlin Frauenteam gilt als innovativ und setzt neue Maßstäbe im deutschen Frauenfußball. Im Jahr 2022 wurde die Frauenfußballabteilung des Vereins in eine eigenständigeGmbH umgewandelt und wird von sechs Gründerinnen geleitet. Ende letzten Jahres stieg der US-Investmentfonds Monarch Collective als Investor ein und übernahm