
Ein schwerer Unfall ereignete sich im November 2016 an der Einmündung Feuerbachstraße/ Körnerstraße. Eine Seniorin wurde dabei tödlich verletzt. Foto: Baumann
Am 14. November des vergangenen Jahres wurde bei einem Unfall in Steglitz eine Seniorin von einem Lastwagen erfasst. Kurz darauf erlag sie im Krankenhaus ihren Verletzungen. Viele Anwohner reagierten auf diese Nachricht und bestätigten, dass die Ecke „wirklich gefährlich“ sei. Doch was kann man dagegen machen?
„In den letzten zwei Jahren ist der Verkehr an dieser Stelle merklich gestiegen“, erzählte den StadtrandNachrichten eine Anwohnerin. Eva Ernst kennt die Verkehrssituation an dieser Stelle aus eigener Erfahrung. „Ich habe auch das Gefühl, dass immer mehr Lkws hier lang fahren“, sagt sie weiter. „Nach den Bauarbeiten an der Feuerbachbrücke fehlen außerdem noch immer die Markierungen auf der Straße, sodass es vor allem für Fahrradfahrer gefährlich ist.“
Auch Ivan Kolak, Barkeeper im Café direkt an der Einmündung Feuerbachstraße/ Körner Straße/ Schönhauser Straße/ Lauenburger Straße, bestätigt die Situation. „Es ist eine sehr unübersichtliche Stelle. Ich fahre hier selbst jeden Tag mit dem Auto und ich gucke dann mehrmals hin und her, bis ich ganz sicher bin, dass da keiner kommt“, so Kolak. Er arbeitet erst seit März 2016 in dem Café, doch auch in dieser relativ kurzen Zeit habe er schon sehr häufig Beschwerden über die Verkehrssituation an dieser Ecke von den Gästen des Cafés gehört. „Das mit der alten Frau haben wir natürlich auch mitgekriegt. Nicht den Unfall selbst, aber als sie denn dalag. Ich habe dieses Bild noch immer im Kopf“.
Eine Initiative gibt es bislang nicht
„Im Sommer hat eine Radfahrerin Unterschriften gesammelt. Damit dort was passiert“, erzählt Kolak weiter. „Sie ist aber nie wieder aufgetaucht.“
Dass es bisher keine entsprechende Bürgerinitiative gibt, bestätigt auch Holger Höringklee, der Ansprechpartner für den Runden Tisch Steglitz-Mitte. „Uns ist keine entsprechende Initiative bekannt“, schrieb er in einer E-Mail. Doch sollte es von den Bürgern des Bezirks gewünscht sein, werde man das Thema gerne in den nächsten Termin des Runden Tischs aufnehmen, schlägt Höringklee vor. Man würde auch versuchen, Mitarbeiter der zuständigen Verwaltung aus Bezirk und Land einzuladen und darüber hinaus die Parteien der Bezirksverodnentenversammlung. Doch dafür wäre es natürlich wichtig, dass Bürger, die sich „für eine Ampel oder Ähnliches“ engagieren wollen, sich auch melden. Der nächste Runde Tisch Steglitz-Mitte wird voraussichtlich am 9. Februar stattfinden. „Bei großem Interesse könnten wir auch versuchen, einen früheren Termin zu finden“, so Höringklee.
Behörden sehen keinen Handlungsbedarf
Doch warum bleibt diese Ecke weiterhin gefährlich, obwohl die Situation anscheinend bekannt ist? Wie die Berliner Woche bereits berichtete, sehen die Polizeibeamten des zuständigen Abschnitts 4 keinen Unfallschwerpunkt an dieser Ecke. „Im Zeitraum von 1. Januar 2015 bis 30. September 2016 seien dort insgesamt zehn Verkehrsunfälle aller Art passiert. Aufgrund der Zahlen gibt es aus Sicht der Polizei keinen Handlungsbedarf“, schrieb die Berliner Woche.
Auch aus der Sicht der Unfallkommission der Verkehrslenkung Berlin gibt es für diese Stelle keinen dringenden Handlungsbedarf. Auf der Dringlichkeitsskala, bezogen auf ganz Berlin, belegt diese Stelle den Platz 1.430. Das bedeutet, dass es in Berlin 1.429 Verkehrsstellen gibt, die als gefährlicher eingestuft werden als diese.
Doch natürlich empfinden die Anwohner die Dringlichkeit ganz anders. Besonders, da ein Seniorenheim in unmittelbarer Nähe der Einmündung liegt. Auch Eva Ernst möchte die Bürger und die Bezirkspolitiker auf die „gefährliche Ecke“ aufmerksam machen und wünscht sich, dass man „endlich etwas dagegen macht“.
(eb)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: