Politik, Macht und Leidenschaft, das sind die Themen des Esther Vilar-Stücks „Das Lächeln des Barrakuda“, das am Sonnabend am Schlosspark Theater Premiere feierte. In der Regie von Thomas Schendel spielt Ulrich Gebauer, den Präsidentschaftskandidaten Frank Marvin, Eleonore Weißgerber dessen Frau Deborah.
Staatsbankrott, Umweltzerstörung, marode Sozialsysteme – die Gesellschaft ist am Ende. Der Marvin will dem Ruin ein Ende setzen und wird dabei von seiner Frau, einer brillanten Anwältin, unterstützt.
Die Nominierung ist greifbar nahe, als eine Bettgeschichte den Kandidaten zum Rücktritt zwingt. Letzte Chance wäre eine öffentliche Erklärung seiner Frau: Nur wenn sie ihm öffentlich verzeiht, könnte er es noch ins Weiße Haus schaffen. Zwischen den beiden Protagonisten beginnt ein Duell, das nicht nur hinter die Fassade von Politik und Moral blicken lässt, sondern auch in den Abgrund einer Liebe.
Uraufgeführt wurde „Das Lächeln des Barrakuda“ am 8. Juni 1994 im Wiener Theater in der Josefstadt. Unter der Regie von Otto Schenk spielten Angelica Domröse und Hilmar Thate, die mit einem Gastspiel zwei Jahre später auch die Berlin-Premiere am Renaissancetheater bestritten.
Speziell für die Neu-Inszenierung am Schlosspark Theater wurde das Stück von der Autorin, Esther Vilar, noch einmal aktualisiert. Sie kam auch auch zu den Proben ans Schlosspark Theater – nicht ihr erster Besuch dort. „Vor vielen Jahren gab es eine Initiative, deutschsprachige Bühnenautoren die Leitung des Schlosspark Theaters übernehmen zu lassen. Ich wurde zur Pressekonferenz eingeladen, die im Theater selbst stattfand und war sofort von der Örtlichkeit begeistert“, erinnert sie sich. „Ich schreibe Stücke, die alle extrem von einander verschieden sind, doch an dieser Bühne konnte ich sie mir eigentlich alle vorstellen.“ Heute liege das Theater „in allerbesten Händen“, sagt Vilar, die sich freut, dass nun ein Stück von ihr dort zur Aufführung kommt.
(sn)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
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