
Claudine Krause (Mitte), die erste Vorsitzende von jungundjetzt e.V. nahm die Auszeichnung von Doreen Kubek und Dr. Andreas Rickert von Phineo entgegen. Foto: Phineo
Jugendlichen in Not eine Hilfe bieten, erste Anlaufstelle sein und das anonym – das bietet das Portal jugendnotmail.de, für das der Verein jungundjetzt am Dienstag das Wirkt-Siegel von Phineo im Themenfeld Depression erhalten hat.
„Die Zeit des Heranwachsens ist nicht immer einfach. Sie ist geprägt vom Suchen, Nachdenken und Ausprobieren, aber auch von Unsicherheiten, Ängsten und Problemen. Über viele Fragen und Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen, können sie jedoch mit niemandem offen reden. Sie schämen sich oftmals für ihre Gedanken und Gefühle, sie haben Angst davor, nicht verstanden, abgelehnt oder gar ausgelacht zu werden. Also behalten sie ihre Sorgen für sich“, stellt der Verein sein Projekt vor. Auf der Internetseite von jungundjetzt haben die Jugendlichen die Möglichkeit, per E-Mail anonym Kontakt aufzunehmen mit Psychologen, Soziologen und Sozialpädagogen, um mit jemandem über ihre Sorgen und Nöte zu reden. Eine Antwort gibt es innerhalb von 24 Stunden.
Die Fachleute engagieren sich ehrenamtlich für Jugendnotmail. Sie haben sich auf verschiedene Themenbereiche spezialisiert, von Alkohol bis Zeugnisnot. „Einer der gefragtesten Bereiche ist das Themenfeld ‚Depressionen’“, heißt es im Profil.
Die Jugendnotmail ist 24 Stunden am Tag erreichbar, 365 Tage im Jahr. Bis zu 1.500 Notmails bekommen die Berater jeden Monat, 2011 waren es insgesamt rund 18.000 E-Mails – Nachfrage steigend. Seit dem Start des Projektes 2001 gingen mehr als 65.000 Mails von Kinder- und Jugendlichen ein. Mittlerweile können sich die Jugendlichen auch auf Türkisch an die Berater wenden.
Das gemeinnützige Berliner Analyse- und Beratungshaus Phineo analysierte mit Unterstützung des AOK-Bundesverbandes Hilfsangebote für Menschen mit Depressionen und stellt diese in seinem Themenreport „Depression: Raus aus dem Schatten! Report über wirkungsvolles zivilgesellschaftliches Engagement“ vor – von der Beratung suizidgefährdeter Schüler über Selbsthilfegruppen bis hin zu bundesweiten Aufklärungskampagnen. Die Jugendnotmail ist dabei eines von 14 gemeinnützigen Projekten, die die Phineo-Qualitätsempfehlung für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement, das Wirkt-Siegel, erhielten. „Wir müssen aus der abstrakten Toleranz konkrete Hilfe werden lassen“, fordert Dr. Andreas Rickert, Vorstandsvorsitzender der Phineo gAG, zu mehr Engagement auf.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es