
Viele Steglitzer gedachten der Opfer der Pogromnacht, darunter Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (links) und der Bezirksverordnetenvorsteher René Rögner-Francke. Foto: Gogol
Mit Blumen und Kränzen erinnerten am Freitag, 9. November, Politiker, Vereine und Einwohner von Steglitz-Zehlendorf an die Pogromnacht vor 74 Jahren. Vor der Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz erinnerte Dieter Fitterling von der Initiative Wolfenstein – Verein zur Erhaltung der ehemaligen Synagoge Steglitz und zur Förderung interkultureller Begegnung daran, dass 1938 auch an der Schloßstraße die Geschäfte jüdischer Inhaber gestürmt und geplündert wurden.
Mehr als 6.000 Geschäfte seinen in Steglitz vor 1938 in jüdischem Besitz gewesen – Ende 1938 noch etwa über 2.000. Die Pogromnacht sei ein Auftakt gewesen, so Fitterling in seiner Rede. Ein Auftakt zum Massenmord. So wie in jener Nacht vom 9. zum 10. November, als viele Menschen nur daneben standen und zuschauten, so stand die „passive Masse“ daneben, als der Völkermord begann. Profitiert vom Pogrom haben die bürgerlichen Schichten, die die Geschäfte der Juden übernahmen, so Fitterling.
Der Historiker nahm in seiner Rede Bezug auch auf aktuelle Ereignisse, wie die aufgedeckten NSU-Morde und den Übergriff auf eine Rabbi in Schöneberg, und verurteilte diese neuen „Rassismuss“. An dieser Stelle erinnerte er noch einmal an die „historische Konsequenz des Schweigens“ in der Pogromnacht.
An die Opfer in der „Hochburg der Nationalsozialisten“, wie der damalige Steglitzer Bürgermeister 1934 über seinen Bezirk sagte, erinnert seit 1995 eine Spiegelwand. An dieser legten Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und der Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung, René Rögner-Francke (beide CDU), ihren Kranz nieder. Mit einem Kaddisch, einem jüdischen Gebet, für die sechs Millionen ermordeten Männer, Frauen und Kinder der Shoa endete die Gedenkveranstaltung.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es