Das einstige Gefängnis wird zum Kulturstandort.Foto: liegenschaftsfonds.de

Das einstige Gefängnis wird zum Kulturstandort.Foto: liegenschaftsfonds.de

Was bis 1964 als Frauenhaftanstalt Tiergarten beziehungsweise Justizvollzugsanstalt Düppel und anschließend als Freigängerhaus der Justizvollzugsanstalt Düppel genutzt wurde, erfährt bald eine neue Nutzung: Cerstin Richter-Kotowski (CDU), Kulturstadträtin von Steglitz-Zehlendorf, und Holger Hetzel, Leiter Vertrieb der Berlin Immobilienmanagement GmbH, übergaben die Schlüssel für das Gebäude in der Söhtstraße 7 in Lichterfelde an Jochen Hahn. Er wird das Gebäude künftig für seine Hahn Produktion GmbH – Gesellschaft für Theater, Management, Kulturaustausch – nutzen.

Das in einer malerischen Villenkolonie gelegene Gebäude aus dem Jahr 1906 ist denkmalgeschützt, entspricht sein baulicher Zustand doch größtenteils dem ursprünglichem Bestand. Insgesamt rund 650 Quadratmeter Gebäudefläche umfassen einen Verwaltungsbereich im vorderen Teil des Gebäudes, im hinteren Teil befindet sich der ehemalige Zellentrakt mit 53 Zellen. Zuletzt wurde die leerstehende Haftanstalt für Filmaufnahmen zwischengenutzt.

Hahn will das ehemalige Frauengefängnis als kostengünstigen Ort für kreatives Arbeiten und Wohnen im Bereich Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur und als internationale Begegnungsstätte nutzen.

Geplant sind Ateliers und Studios für internationale Künstler, Wissenschaftler sowie Studierende, Proben- und Ausstellungsräume. Das Konzept beinhaltet die Präsentation der erarbeiteten Kunstwerke. Außerdem können andere Kunstsparten wie Musik, Tanz oder Theater einbezogen werden. Die Öffentlichkeit wird die Möglichkeit haben, das Haus anlässlich bestimmter Veranstaltungen zu besuchen. Weiterhin sind einbruchssichere, ebenerdige Lagerflächen für Bilder und Kunstnachlässe geplant, Werkstatträume  sowie Skulpturenausstellungen im Garten. Diese sollten temporär für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Das Konzept wurde mit der bezirklichen Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

(sn)