
Gebäude der Freie Universität Berlin in Dahlem, Foto: Yves
Rundgänge über den Campus Berlin-Dahlem, jeden ersten Sonntag im Monat, führen in die turbulente Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Aus der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) wird 1948 die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und in die ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Institute in Berlin zieht im selben Jahr die neu gegründete Freie Universität Berlin ein. Auch sie feierte letztes Jahr (2023) ihren 75. Geburtstag.
Ab 1912 wird Berlin-Dahlem mit den Kaiser-Wilhelm-Instituten (KWG) zu einem Motor der Wissenschaft. Noch heute wird diese Geschichte, in der die Max-Planck-Gesellschaft wurzelt, in vielen Gebäuden des Campus anschaulich. Wegen der Bombenangriffe auf die Hauptstadt verlagerte die KWG in den letzten Kriegsjahre die meisten Berliner Institute nach Süd- und West-Deutschland. Als die Amerikaner den Südwesten der Hauptstadt bei Kriegsende besetzten, war der Forschungsbetrieb fast vollständig zum Erliegen gekommen.
Führungen, die auch im Jahr nach den Jubiläen fortgesetzt werden, vermitteln viele Informationen über die Jahre des Wiederaufbaus unter den Bedingungen des sich abzeichnenden Kalten Kriegs, der sich in Berlin besonders früh bemerkbar machte. Das gilt auch für die Wissenschaft. Studierende und Professoren der im Ostteil gelegenen Berliner Universität beschlossen als Antwort auf den politischen Druck durch die Sowjetische Besatzungsmacht, eine eigene, freie Universität im Westteil der Stadt zu gründen. Unterstützt von den Amerikanern und mithilfe internationaler Geldgeber und West-Berlins wurde der Plan umgesetzt.
Dass in Dahlem Institute der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft nahezu leer standen, begünstigte das Vorhaben. Ebenso, dass sich die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Umbruch befand. Nach ihrer Umgründung zur Max-Planck-Gesellschaft (MPG) orientierte sie sich nach West-Deutschland. Dort baute sie auch die aus Berlin evakuierten Institute für Physik, Chemie und Biologie wieder auf und verzichtete auf die angestammten Gebäude. Nur zwei Berliner Institute, darunter das Fritz-Haber-Institut, blieben wo sie waren.
FREIES DENKEN – FREIE WISSENSCHAFT
Campus-DahlemTour
Jeden ersten Sonntag im Monat
Deutsch-jüdische Wissenschaftsgeschichte in Dahlem
2.6. | 7.7. | 4.8. | 1.9.2024 um 11:00 Uhr
Im „Götterhimmel der Wissenschaft“. Auf den Spuren der Nobelpreisträger
6.10.2024 um 11:00 Uhr
Die Touren dauern jeweils 90 Minuten und beginnen am Harnack-Haus in der Ihnestraße. Kostenbeitrag: 8, erm. 5 Euro. Ohne Anmeldung.
Alle Infos: https://www.mpg.de/11137898/dahlemtour-berlin
Thementouren für Gruppen und Schulen: https://www.mpg.de/dahlemtour
Treuenfels/pm












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: