Der Ausverkauf bei „Ihr Platz“ hat begonnen. Und so haben auch die beiden Verkäuferinnen an der Ladiusstraße gut zu tun – und keine Zeit für Interviews. Der Drogeriemarkt ist zwar nicht überlaufen, doch immer wieder kommen – meist ältere – Kunden, es bilden sich kleine Schlangen an den beiden Kassen. 30 Prozent Rabatt auf alles bietet die insolvente Drogeriemarktkette.
Deswegen sind auch Manfred Gohlke und Horst Seidel am Donnerstag da. Wie die meisten Kunden, die den Laden verlassen, sind sie nicht gerade üppig bepackt. Lediglich Nahrungsergänzungsmittel haben sich die beiden Radler gekauft. Die beiden Männer sind – oder besser waren – treue Kunden des Drogeriemarktes und finden es nicht gut, dass der jetzt zumacht. Dann müssten sie sich woanders umschauen, etwa bei Kaufland. Doch da gebe es nicht die zehn Prozent Rabatt einmal im Monat, die sie bei „Ihr Platz“ erhalten. Ihn wäre es recht, wenn Rossmann den Laden übernehmen würde.
Das würde auch Ingeburg Winkelmann gefallen. Sie wohnt in der Nähe, kommt regelmäßig zu „Ihr Platz“. Zugeschlagen hat die Seniorin trotz des Preisnachlasses am Donnerstag nicht. „Ich bin nicht der Typ, der sich was hinlegt, ich kaufe es lieber neu“, sagt sie und schwingt sich auf ihr Fahrrad.
Anders Liane und Nadine Manthey. Sie haben sich vom Rabatt verführen lassen. „Wir haben schon mehr gekauft“, gesteht Nadine Manthey. Duschbad, Shampoo, überhaupt Hygieneartikel wanderten in größerer Menge als sonst in den Einkaufswagen und schließlich in zwei große Tragetüten. „Es ist komisch. Schlecker ist auch schon zu“, bedauert Liane Manthey. „Rewe und Edeka können das nicht auffangen“, ergänzt ihre Tochter. „Es wäre schön, wenn Rossmann den Laden übernimmt“, hofft Liane Manthey.
Gar nichts gewusst vom Ausverkauf hat eine junge Mutter aus dem Lupsteiner Weg. „Ich bedaure es sehr, jetzt muss ich jedes mal nach Zehlendorf“, so die junge Frau zur Insolvenz des Drogeriemarktes. Verleitet hat sie der Rabatt nicht: Wie geplant landeten Schwimmwindeln und Lebensmittel fürs Kind im Einkaufswagen.
(go)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: