Die Harken sind größer als sie und die Schubkarren erst recht: Doch wer Kastanien retten will, lässt sich davon nicht abhalten. So auch nicht die Zweitklässler der Schule Phorms Berlin Süd, die am Donnerstagvormittag zu besagten Harken griffen, um das Laub im kleinen Park hinter dem Mehrgenerationenhaus Phoenix am Teltower Damm einzusammeln. Damit soll der Miniermotte die Nahrungsgrundlage entzogen werden, erzählen Lehrerin Anne Koglin und Erzieherin Cornelia Liedtke.
Seit sechs Jahren rücken jedes Jahr im Oktober oder November die Zweitklässler aus, um das Laub zusammenzukehren, 2010 übernahm die Schule sogar die Patenschaft für den kleinen Park. Im Unterricht werde auch darüber gesprochen, warum man dies mache, wie der Schädling heißt und was er mit den Bäumen macht, so Koglin. Für die Kinder ist das toll, ist die Lehrerin überzeugt. Zum einen ist es ein Ausflug raus in die Natur, zum anderen dürfen die Kinder nach getaner Arbeit auch spielen. Die Aktion „schärft das Bewusstsein für die Schutz der Bäume“, sagt die Lehrerin. Und es bleibe hängen. Viele Kinder würden das mit nach Hause nehmen, mit ihren Eltern darüber reden und zu Hause schauen, ob es Kastanien gibt, deren Blätter man einsammeln müsse. Sogar der Schulhof sei inspiziert worden, aber da gebe es keine Kastanien, berichtet Koglin.
Fast eine Stunde fegten die Kinder durch den Park, unterstützt vom Grünflächenamt des Bezirks, das die Rechen und Schubkarren zur Verfügung stellte und anschließend das Laub wegfuhr. Neben dem Spielen gibt es für die kleinen Helfer als Belohnung auch noch einen Anstecker, erzählt Koglin. Der weist die Kinder als Kastanien-Retter aus.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: