
Achim Freyer setzte sich künstlerisch mit dem Werk von Erich Heckel auseinander. Zu sehen sind die Bilder im Kunst.Raum.Steglitz. Deren Vorsitzende Stephani Bahlecke freute sich über die Zusammenarbeit. Die Laudatio au den Künstler hielt Maria Hartmann. Foto: Lackermann
Eine bunte Farbexplosion erfüllt die Ausstellungsräume des Kunst.Raum.Steglitz an der Markelstraße. Der Maler, Theatermacher und Regisseur Professor Achim Freyer widmet sich in seinen Werken der explosiven Malerei und bringt dadurch eine Vielfalt an Farben zum Ausdruck. Mit seiner Ausstellung „In der Ferne liegt die Nähe – eine Annäherung an Erich Heckel. Achim Freyer- Malerei, Zeichnung und Grafik“ begeisterte der Künstler bei seiner Vernissage am Sonnabend die vielen Besucher. Denn, wie der Name der Ausstellung besagt, widmet sich Freyer den Malereien des Expressionisten Erich Heckel, dessen Atelier sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts in den jetzigen Räumlichkeiten des Kunst.Raum.Steglitz. befand.
Für Freyer sei die Anlehnung an Heckel eine große Herausforderung gewesen. „Es ist ein freies, unabhängiges Malen, aber trotzdem muss ich die Entscheidungen treffen“, erklärt der Künstler seine Vorgehensweise. Die Idee, sich der ausdrucksstarken, explosiven Malerei Heckels zu widmen, sei ihm spontan gekommen. Durch seine Stiftung „Achim Freyer“ gelangt er in die Räumlichkeiten des Kunsthauses und stellt somit Bezug zu dem Expressionisten her.
Seine Bilder spiegeln den Zeitgeist des vergangenen Jahrhunderts wider: die Bewegung, der Aufbruch, die Kraft der Natur und die politische Zeit. Freyer erkennt das Positive an der Scham, die Deutschland ertragen musste und versucht diese zum Ausdruck zu bringen – was für ihn alles andere als einfach sei. Auch wenn er sich an dem Stil Heckels anlehnt, kopiert er keineswegs dessen Werke, sondern führt die Malerei durch sein offenes und freies Arbeiten auf seine Art weiter. „Ich musste viel korrigieren, verändern und verwerfen, bis ich mich in meinen Ergebnissen wiedererkennen konnte“, erzählt er. „Ein Künstler hört erst auf, wenn er seine intakte Persönlichkeit vor sich hat.“
Der Maler und Regisseur kann zufrieden sein. Die Besucher sind begeistert und fasziniert von seinem Tun. „Mit seinen 81 Jahren wirkt Achim Freyer noch jung, offen, neugierig und lebensfroh“, findet die Schauspielerin Maria Hartmann. Sie arbeitet mit dem Kunst.Raun.Steglitz zusammen und veranstaltet regelmäßig Lesungen. Freyer war als Gast bei einer ihrer Vorträge und hat sie daraufhin gebeten, eine Rede auf der Vernissage zu halten. Ganz besonders beeindruckend seien die breiten Fächer seiner Tätigkeiten, so Hartmann. Freyer ist Regisseur, Maler, Bühnen- und Kostümbildner, arbeitete bei der Oper und war als Lehrer an der Universität der Künste tätig. „Trotz seiner erfolgreichen Laufbahn ist der Künstler alles andere als arrogant und abgehoben. Er bleibt souverän, nahbar und menschenfreundlich“, sagt Hartmann.
Letztendlich trägt die Ausstellung zum Aufbau eines Kulturzentrums bei. Freyer wollte gerade deshalb seine Werke an der Markelstraße ausstellen, um einen noch größeren Bezug zu Heckel herzustellen, der dort von 1911 bis 1913 mit der Künstlergruppe „Brücke“ arbeitete. Für die Vorsitzende des Kunstraums, Stephani Bahlecke, bietet diese Vernetzung eine Möglichkeit, den Bezirk Steglitz zu einem attraktiven Zentrum der Kultur zu gestalten. „Ich freue mich, dass ich durch meine Ausstellung dem Bezirk mehr Selbstbewusstsein geben kann“, so Achim Freyer.
Allerdings möchte er sich zukünftig nicht mehr mit der explosiven Malerei beschäftigen. Es sind zwei weitere Ausstellungen geplant, unter anderem zum goldenen Schnitt, mit dem sich der Künstler befasst hat. Außerdem reist er bald wieder in sein Lieblingsland Italien.
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Die Ausstellung findet noch bis zum 23. Januar statt und ist immer mittwochs bis sonnabends von 15 bis 19 Uhr im Kunst.Raum.Steglitz an der Markelstraße 60 zu sehen.
Der Kunst.Raum.Steglitz. startet ein „crowdfunding“-Projekt, um sich weiterhin finanzieren zu können. Da der jetzige Sponsor nur bis Ende Januar den Verein unterstützt, werden Spender gesucht, um die zahlreich geplanten Projekte finanziell zu unterstützen. Weitere Informationen zur Aktion und zu den vielfältigen Aktivitäten gibt es unter http://kunstraumsteglitz.de/.
(mala)












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