
Lichterfelde, dein Typ ist wieder gefragt: am Samstag auf dem Ludwig-Beck-Platz zum Klönschnack mit den Nachbarn. | Foto: Daniela von Treuenfels
Für Demokratie, für Menschlichkeit und ein gutes Miteinander – am Samstag lädt eine einzelne Frau unter der Überschrift „Wir sind bunt – Nie wieder ist jetzt“ zur Zusammenkunft auf dem Lichterfelder Ludwig-Beck-Platz ein .
Astrid Kuhlmey ist das erste Mal in ihrem Leben politisch aktiv. Der Rechtsextremismus und das Erstarken der AfD in den Parlamenten machen ihr Sorge. Den um sich greifenden Antisemitismus und Rassismus lehnt sie ab, erzählt die Lichterfelderin am Telefon. Auch sie habe das Bedürfnis, etwas zu tun.
Die diplomierte Informatikerin und heutige systemische Beraterin hat Neuland betreten. „Ich habe eine Demo angemeldet und mir ein Megaphon gekauft“, sagt sie. Und sie wird sich am Samstag auf den Platz stellen und schauen, ob die Nachbarschaft ebenfalls das Bedürfnis hat, ein Zeichen zu setzen. Angemeldet sind 100 Personen. „Ob 10 kommen oder 300, das weiß ich nicht“, sagt die Neu-Aktivistin.
„Gegen Nazis, ja“, sagt Astrid Kuhlmey, aber hauptsächlich will sie sich FÜR etwas engagieren. Für Toleranz, für Vielfalt, für Gemeinschaft. Sie sei beim Protest gegen die Veranstaltung der sogenannten „Staatsreparatur“ mit dem Rechtsextremisten André Poggenburg dabei gewesen. Die teils hasserfüllten Slogans hätten sie abgeschreckt.
Diese Erfahrung, und der Gedanke, dass viele Menschen es aus den unterschiedlichen Gründen nicht zu den größeren Protesten zieht, hat sie bewogen, selbst die Initiative zu ergreifen. Nun hofft sie einen friedlich-kämpferischen Nachmittag am Samstag auf dem Ludwig-Beck-Platz.
Wir sind bunt – Nie wieder ist jetzt
Ludwig-Beck-Platz, 12203 Lichterfelde
Samstag, 2. März
15 bis 16.30 Uhr
Daniela von Treuenfels












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: