Die Sperlinge und Bachstelzen haben ihre Nistplätze in der Hastings verlassen. Foto: AlliiertenMuseum/Chodan

Die Vögel haben ihr Nest verlassen – nun kann endlich das Luftbrückenflugzeug im AlliiertenMuseum saniert werden. Die Arbeitenm musste im Mai wegen „Vogelalarms“ aufgeschoben werden.  Die Haussperlinge und Bachstelzen, die an mehr als zehn Stellen im Rosinenbomber gebrütet hatten, seien ausgeflogen, davon habe sich in der vergangenen Woche ein Ornithologe überzeugt, teilt das Museum mit.  Und so kann ab der kommenden Woche  die „Hastings TG 503“ eingerüstet und mit einer schützenden Nano-Beschichtung versehen werden. Der französische Restaurantwaggon, das Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie und die Bronzeskulptur zum Fall der Berliner Mauer sind bereits in den vergangenen Monaten neu beschichtet worden. „Unsere Großobjekte sind wertvolle Zeugnisse des Kalten Krieges“, erklärt Uta Birkemeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im AlliiertenMuseum. „Die Nano-Beschichtung ist notwendig, um die Objekte für die Zukunft zu erhalten, da sie auf dem Freigelände ständig Wind und Wetter ausgesetzt sind.“

Die spezielle Versiegelung schützt vor Korrosionsschäden und hat einen Selbstreinigungseffekt, so dass auf kostspielige Reinigungsarbeiten in Zukunft verzichtet werden kann. Die Arbeiten am Luftbrückenflugzeug werden – gute Witterungsbedingungen vorausgesetzt – rund sechs Wochen in Anspruch nehmen. Am Sonntag, 26. August, wird das Flugzeug daher zum letzten Mal vor der Winterpause für Besucher geöffnet sein. Zwischen 11 und 17 Uhr öffnen sich dann jeweils zur vollen Stunde die Türen der „Hastings“. Im Inneren der Maschine werden historische Filmausschnitte zur Geschichte der Berliner Luftbrücke gezeigt. Tickets zum Preis von einem Euro können zuvor beim Wachpersonal in der Cafeteria erworben werden.