Gudrun Streit und weitere Eltern der Biesalski- und der Quentin-Blake-Schule verteilten vor der BVV Informationsblätter an die Verordneten. Foto: Gogol

Sie haben es geschafft die Elternvertreter der Quentin-Blake-Europaschule und der Biesalski-Schule: Am Mittwoch stand ihr Anwohnerantrag, der zusätzliche Schulräume im Bereich Truman-Plaza fordert, auf der Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Und die Eltern warfen noch einmal alles in die Schale, um die Bezirksverordneten von ihrem Anliegen zu überzeugen. Vor der Sitzung gab es vor dem Rathaus eine kleine Demonstration, dann verteilten die Elternvertreter Informationsblätter vor dem Bürgersaal und schließlich hatten Jens Rolf, Gesamtelternvertreter der Quentin-Blake-Europaschule, und Gudrun Streit, Gesamtelternvertreterin der Biesalski-Schule, die Möglichkeit, vor dem Gremium zu sprechen.

Rolf machte deutlich, dass der Standort am Hüttenweg, den sich beide Schulen teilen müssen, schon jetzt am Ende der Kapazität. Die Nachfrage nach Plätzen sei größer als das Angebot, alle Räume seien belegt. Der geplante Regelschulzweig könne einfach nicht aufgenommen werden, sondern es bedürfe neuer Räume.

Das betonte auch Streit. An der Biesalski-Schule werden derzeit rund 200 Schüler betreut, meist mit körperlicher Behinderung, aber auch Authisten, an Krebs erkrankte Kinder, Kinder, die eine Transplantation hinter sich haben. Derzeit gebe es für sie keine Räume für Auszeiten, keine Bibliothek, kein Raum, in dem Hilfsmittel untergestellt werden können. Die Annahme, dass die Schule schrumpfen wird, habe sich nicht bestätigt. Man sei gerne bereit, neue Schüler aufzunehmen, auch im Sinne der Inklusion gemeinsames Lernen zu fördern – „aber nicht mit Raumnot“, so Streit.

Das Argument, dass nur ältere, vermögende Menschen in die neuen Wohnviertel einziehen, ziehe nicht, so Rolf. Denn dann sei es auch nicht logisch, dass eine Kita vom Investor des Projektes „Fünf Morgen“ errichtet werde.

Schulstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) war bei der Sitzung nicht anwesend, so dass ihre Kollegin, Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne), ihre Antwort vorlas. Sie wies darauf hin, dass es sich bei den beiden Schulen um Angebotsschulen handele, für den es keinen Einschulungsbereich gebe. Der soll zum Schuljahr 2014/15 geschaffen werden. Der Regelschulzweig werde am Hüttenweg eingerichtet – von Baumaßnahmen war nicht die Rede. Trotzdem war Markl-Vieto sicher, dass es eine gemeinsame Lösung geben wird.

Die Bezirksverordneten hatten keinen Wunsch, sich zu äußern. Nun werden Schul- und Haushaltssausschuss nach der Sommerpause über den Antrag beraten.

(sn)