
Mehr Sicherheit für den Forschungsreaktor wollen die Bezirks-Grünen. Das geht den Piraten nicht weit genug. Archiv-Foto: HZB/DirkLaubner
Ohne Stimmen der Piraten beschlossen die Bezirksverordneten von Steglitz-Zehlendorf am Mittwoch den von den Grünen eingebrachten Antrag, in dem es um die Sicherheit des Forschungsreaktors des Helmholtz-Zentrums geht. Darin fordern die Grünen, dass der Reaktor entsprechend des Berichts der Reaktorsicherheitskommission vom Mai 2012 so umgebaut werden soll, dass auch bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe des Reaktors die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze reduziert wird. „Dazu ist mindestens eine Wasserreserve vorzuhalten, die bei hoher Hitze und einem Ausfall der Stromversorgung die Kühlung des Reaktors sicherstellt“, fordern die Grünen.
Doch das geht den Piraten nicht weit genug, die ihrerseits einen Antrag eingebracht haben, dem sich die CDU-Fraktion angeschlossen hat. Darin wird eine komplettes Flugverbot über dem Reaktor gefordert, weil dieser „aufgrund seiner offenen Bauweise als einziger Reaktor Deutschlands keinen der definierten Schutzgrade zum Schutz gegen Flugzeugabstürze erfüllen“, heißt es in der Begründung. Zwar gebe es schon eine Flugbeschränkungszone für die Umgebung des Reaktors, die aber nur für Kleinflugzeuge in Höhen von unter 600 Metern über dem Reaktor gilt. Doch bereits heute würden täglich bis zu 100 Flugzeuge das Areal überfliegen. „Da eine endgültige Stilllegung des Reaktors in absehbarer Zeit nicht möglich erscheint, kann der Schutz der Bevölkerung in Steglitz-Zehlendorf und Teilen Brandenburg nur durch die Einführung eines Überflugverbotes gemindert werden“, so die Piraten. Deren Antrag wird nun im Umweltausschuss beraten.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos:
der Reaktor sollte abgebaut werden und in der Wüste Gobi wieder aufgebaut.