
Mehr Sicherheit für den Forschungsreaktor wollen die Bezirks-Grünen. Das geht den Piraten nicht weit genug. Archiv-Foto: HZB/DirkLaubner
Ohne Stimmen der Piraten beschlossen die Bezirksverordneten von Steglitz-Zehlendorf am Mittwoch den von den Grünen eingebrachten Antrag, in dem es um die Sicherheit des Forschungsreaktors des Helmholtz-Zentrums geht. Darin fordern die Grünen, dass der Reaktor entsprechend des Berichts der Reaktorsicherheitskommission vom Mai 2012 so umgebaut werden soll, dass auch bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe des Reaktors die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze reduziert wird. „Dazu ist mindestens eine Wasserreserve vorzuhalten, die bei hoher Hitze und einem Ausfall der Stromversorgung die Kühlung des Reaktors sicherstellt“, fordern die Grünen.
Doch das geht den Piraten nicht weit genug, die ihrerseits einen Antrag eingebracht haben, dem sich die CDU-Fraktion angeschlossen hat. Darin wird eine komplettes Flugverbot über dem Reaktor gefordert, weil dieser „aufgrund seiner offenen Bauweise als einziger Reaktor Deutschlands keinen der definierten Schutzgrade zum Schutz gegen Flugzeugabstürze erfüllen“, heißt es in der Begründung. Zwar gebe es schon eine Flugbeschränkungszone für die Umgebung des Reaktors, die aber nur für Kleinflugzeuge in Höhen von unter 600 Metern über dem Reaktor gilt. Doch bereits heute würden täglich bis zu 100 Flugzeuge das Areal überfliegen. „Da eine endgültige Stilllegung des Reaktors in absehbarer Zeit nicht möglich erscheint, kann der Schutz der Bevölkerung in Steglitz-Zehlendorf und Teilen Brandenburg nur durch die Einführung eines Überflugverbotes gemindert werden“, so die Piraten. Deren Antrag wird nun im Umweltausschuss beraten.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner
der Reaktor sollte abgebaut werden und in der Wüste Gobi wieder aufgebaut.