
Mehr als nur eine Einkaufsmeile zum Durchlaufen und Durchfahren. Die Anwohner rund um die Schloßstraße wünschen sich mehr Lebensqualität. Archiv-Foto: Gogol
Erfolg für die Kiezinitiative Steglitz (KiS). Ohne Diskussion gaben am Mittwochabend alle Bezirksverordneten dem Bürgerantrag der KiS ihre Zustimmung, der Tempo 30 in der Grunewald- und der Lepsiusstraße, eine Verlängerung des Fahrradstreifens von der Grunewald bis zur Schloßstraße sowie einen durchgehenden Fahrradweg in der Schildhornstraße vom Breitenbachplatz bis zur Schloßstraße fordert.
Ganz bis zum Ende der Sitzung hatte Alexander Böhmer warten müssen, um stellvertretend für die Kiezinitiative zum Antrag Stellung zu nehmen.
Durch den Umbau der Schloßstraße in den zurückliegenden Jahrzehnten – den er den Bezirksverordneten als Verdienst anrechnete – habe sich der Charakter dort verändert, führte Böhmer aus. Es sei ein neues Zentrum entstanden, der Kiez rund um die Einkaufsstraße sei keine Durchgangszone mehr, betonte er.
Die Anwohner der Nebenstraße müssten von der Politik vor den Belastungen geschützt werden, dem Durchgangsverkehr, dem Parkplatzsuchverkehr und einem Mehr an Leuten, die durch die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten angezogen werden. Kinder und Senioren müssten geschützt werden. Und das Bleiben im Kiez als lohnenswert entdeckt werden, nicht das Durchfahren oder Durchlaufen.
Für ihren Kiez wünschen sich Böhmer und die 1.700 Menschen, die den Antrag mit ihrer Unterschrift unterstützt haben, deshalb sanfte Mobilität. Mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde könnte der Kiez von den Autofahrern bewusster wahrgenommen werden, so Böhmer. Tempo 30 biete mehr Sicherheit, ermögliche mehr soziale Interaktion, verursache weniger Feinstaub und Lärm, verbrauche weniger Ressourcen und entlaste vor allem Mensch und Umwelt. „Das Leben und die Gesundheit der Anwohner steht vor dem Anspruch der Autofahrer, schnell voranzukommen“, zitierte Böhmer einen Richter. „Sanfte Mobilität ist eine Bereicherung“, betonte der Vertreter der Kiezinitiative zum Abschluss seiner Rede.
Nach der eindeutigen Zustimmung freute sich Böhmer über die Unterstützung der Politik, auf die man angewiesen sei, um seine Ziele zu erreichen. Doch bevor die Wünsche der KiS umgesetzt werden können, muss die Verkehrslenkung Berlin darüber befinden. Der Antrag liege dort derzeit zur Prüfung vor. Doch er sei froh, dass er seine Visionen habe darstellen dürfen, so Böhmer. Der wies auch noch einmal auf die Diskussionsveranstaltung am 14. März um 18 Uhr im Rathaus Steglitz hin. Zu der habe man auch Vertreter der Verkehrslenkung eingeladen, sowie Mitglieder von Parteien und Verbänden. Steglitzer sind zudem aufgefordert, per E-Mail einzureichen, was sich sich für ihren Kiez wünschen, was ihnen fehlt, aber auch zu sagen, was ihnen gut gefällt. Die E-Mail-Adresse lautet info@kis-steglitz.de
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: