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Veranstaltungen im April 2026

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Mitreden und Gestalten: Beteiligung in Steglitz-Zehlendorf

[caption id="attachment_89962" align="aligncenter" width="620"] Engagement für eine Schulzone: Kinder der Dunant-Grundschule setzen sich im September 2023 für mehr Verkehrssicherheit ein. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
  Demokratie ist mehr als Wahlen und Parlamentarismus. Besonders stark ist das demokratische Gemeinwesen dort, wo unterschiedlichste Menschen in ihrem Umfeld sich für konkrete Dinge einsetzen. Für Interessierte jeden Alters gibt es zahllose Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements und vielfältige Wege der Beteiligung und Gestaltung.  Hier ist unser Guide zum Stöbern und zur Inspiration. Möge jedes Töpfchen sein Deckelchen finden. Dieser Artikel wird bei Bedarf ergänzt oder aktualisiert. Über Hinweise und Anregungen freuen wir uns, schicken Sie uns gerne eine Mail an redaktion@stadtrand-nachrichten.de.
 

Aktuelle Termine

Derzeit sind uns keine aktuellen Termine bekannt - Interessierte könnten auch beim Raum für Beteiligung fündig werden.

Veranstaltungen

Einige Veranstaltungen finden sich in unserem Kalender. Alle Engagierten sind aufgerufen, ihre Termine selbst einzutragen.

Räume

Der RaumFinder bringt Engagierte mit Raumgebenden zusammen. Suchende finden eine breite Auswahl an Räumen für ehrenamtliche Projekte: Vereinsräume für Versammlungen oder Workshops, Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser für öffentliche Aktionen, Schulräume für Bildungsprojekte, Musik- und Kreativräume für künstlerische Aktivitäten sowie private Räume von Einzelpersonen oder Unternehmen. Über die Plattform kann man derzeit noch keine Räume buchen, man findet aber die Kontaktdaten der Anbieter. https://raum.engagiertes.berlin/raeume
 

Allgemeine Informationen - so finden Sie Ihr Engagement

 

Vereine

Gleichgesinnte finden  Die Klassiker unter den Mitmach-Gruppen sind die gemeinnützigen Vereine. Unter ihrem Dach kommen Menschen zusammen, die gemeinsam Sport treiben, musizieren oder künstlerisch tätig sind. In der Regel finden sich die Gruppenmitglieder sehr schnell durch ihre gemeinsamen Interessen.  Tipps für die Suche:  Sport: http://www.bezirkssportbund.de/   Musik und Kunst: https://kulturinsz.de/cms/menschen/   Tanzen: https://ltv-berlin.de/de/verband/vereine/vereinsliste   Freizeit: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/auf-einen-blick/freizeit/vereine/ Fördervereine  Es gibt sie mittlerweile an nahezu jeder Schule, auch viele Kitas setzen auf das freiwillige Engagement von Eltern (und einer Reihe von Ehemaligen, wenigen Pädagogen und einzelnen Schülern). In der Regel muss man die Protagonisten nicht lange suchen, man trifft sie bei der Einschulung, beim Kitafest oder wird angesprochen im Rahmen einer Spendensammlung. Infos zu Kita- und Schulfördervereinen gibt es beim Landesverband: https://lsfb.de/ Auch Kulturinstitutionen wie Museen oder Theater haben mittlerweile Fördervereine. Im Mittelpunkt steht in der Regel das eigene Haus und die Kompensation fehlender Mittel, weniger Lobbyarbeit oder Vernetzung.  

Soziale Träger 

Auch soziale Träger sind in der Regel organisiert als gemeinnützige Vereine. Im Auftrag des Landes Berlin bzw. der Bezirksämter führen sie Kitas, Schulhorte, Freizeiteinrichtungen für alle Altersgruppen und Stadtteilzentren. In Steglitz-Zehlendorf gehören dazu:   Statteilzentrum Steglitz https://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/ueber-uns/   Mittelhof https://www.mittelhof.org/ In nahezu allen Einrichtungen der freien Träger wird ehrenamtliche Unterstützung gebraucht – ob in der Arbeit mit Kindern oder Senioren, als Hausmeisterin oder Gartenhilfe, als Übersetzerin, Sprachbegleitung für Geflüchtete oder Basteltalent im Repair-Café. Wir empfehlen: hingehen und fragen.   [caption id="attachment_89963" align="aligncenter" width="620"] Engagement für Obdachlose: Jeden Dienstag an der Schloßstraße fährt der Suppenbus des Vereins Hertha hilft vor. Gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Steglitz geben die ehrenamtlichen Helfer Suppe, Getränke, Obst und kleine Spenden aus. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]

 

Kirchen

In jeder Gemeinde gibt es unterschiedlichste Angebote und Einrichtungen. Helfende Hände finden überall etwas zu tun.  Kirchenkreis Steglitz (ev.) https://www.kirchenkreis-steglitz.de/startseite.html  Dekanat Steglitz-Zehlendorf (kath.) https://www.pfarrei-deutschland.de/deanery.php?sv%5BdeanCode%5D=e5cd8ef0-b7eb-11e1-bdeb-6c626dbc Auch für die christlich geprägten Sozialunternehmen ist Ehrenamt unverzichtbar.   Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk https://www.ejf.de/einrichtungen/kinder-und-jugendhilfe/kinder-und-jugendhilfeverbund-sued.html  Diakonisches Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf https://dwstz.de/ Andere religiöse und weltanschauliche Gruppen in Berlin lassen sich hier finden:  https://www.berlin.de/sen/kultgz/religion-und-weltanschauung/   [caption id="attachment_89965" align="aligncenter" width="620"] Der Paulinenplatz wurde auf Initiative der Nachbarschaft wieder zu einem ansehnlichen Schmuckplatz. Unterstützung erhielten die Anwohner von der Stiftung Kleine Plätze. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]

 

Stiftung Kleine Plätze

Die Stiftung Kleine Plätze mit Sitz im Lichterfelder Weddingenweg hilft berlinweit Nachbarschaftsinitiativen, Plätze und kleine Grünanlagen zu verschönern. Dazu bringt sie Grünflächenämter, Gartenbaufirmen, Fachverbände und aktive Laien ins Gespräch und ins Handeln. Die Stiftung hilft durch fachliche und organisatorische Beratung, bei den Kontakten zu den Grünflächenämtern und der Organisation von Spendensammlungen. In einzelnen Fällen ist auch eine direkte finanzielle Unterstützung durch die Stiftung möglich.  https://www.kleine-plaetze.de/home  

Baumscheibenpatenschaften

Wer es etwas kleiner mag, kann sich an einer Baumscheibe austoben. Rund 100 offizielle Baumscheibenpaten gibt es schon im Bezirk. Interessierte sollten sich auf jeden Fall beim Grünflächenamt anmelden und ein paar Regeln beachten. Info und Kontakt: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/ueber-uns/flyer_fbgruen_baumsch_baumpate_170518.pdf

Willkommensbündnis

Das Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf unterstützt seit mittlerweile zwölf Jahren mit hunderten Ehrenamtlichen die bei uns lebenden Geflüchteten beim Ankommen und Bleiben.   Dafür werden immer wieder auch Freiwillige gesucht, die beispielsweise beim Deutschlernen, bei Prüfungsvorbereitungen, bei der Ausbildungsplatz- und Arbeitssuche, bei der Begleitung zu Behörden, bei der Sprachmittlung oder bei der Wohnungssuche behilflich sein möchten. Interessierte können sich per E-Mail an info@wikobuesz.berlin bei der Initiative melden.   

Runder Tisch und Kiezkonferenz

Wären die Berliner Bezirke eigenständige Städte, tauchten sie alle in der Liste der insgesamt derzeit 82 deutschen Großstädte, also der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, unter den Top 40 auf. Berlin führt diese Liste mit großem Abstand an, in München auf Platz 3 mit rund eineinhalb Millionen Einwohnern leben nicht einmal halb so viele Menschen wie in der Hauptstadt. Diese Größe schafft Distanz, sowohl räumlich als auch sozial. Corona hat den Rückzug ins Private verstärkt. Die sozialen Medien vergiften mit Falschinformationen und Hassreden den politischen Diskurs. Die Leute ziehen sich zurück von „denen da oben“, wissen aber oft nicht, wie sich Gehör verschaffen und mitgestalten können. In den vergangenen Jahren sind deshalb Strukturen entstanden, die sogenannte „Stakeholder“ zusammenbringt, um Lösungen für konkrete Probleme und Anliegen zu finden. Gemeint sind damit Einrichtungen, Ämter, Polizei und Justiz, Vereine, Initiativen und Bürger. Sie alle sollen sich austauschen, kennenlernen und vernetzen mit dem Ziel, die kleine Welt in der großen Stadt ein wenig besser zu machen. Kiezkonferenzen werden organisiert von der Sozialraumorientierten Planungskoordination (SPK). Der sperrige Name rührt daher, dass diese Verwaltungseinheit Daten analysiert, um Handlungsfelder aufzuzeigen und zur Lösung von Problemen beizutragen. Schon die Grenzen der insgesamt acht Kiezkonferenzen sind auf diese Weise festgelegt worden.  Die Bevölkerungsstruktur im Bezirk ist nämlich innerhalb des Bezirks sehr unterschiedlich. In der größten Bezirksregion Südwest leben rund 27.000 Menschen, in den beiden kleinsten Regionen Schloßstraße und Albrechtstraße wohnen zusammen etwa 66.000 Einwohner. Im Raum Südwest sind die Menschen älter, der Anteil Deutschen ohne Migrationshintergrund ist mit deutlich mehr als zwei Dritteln sehr hoch. Im Planungsraum Albrechtstraße leben im Vergleich zum restlichen Bezirk die wenigsten Kinder unter 18 Jahren. Hier leben auch überdurchschnittlich viele Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund.   [caption id="attachment_89964" align="aligncenter" width="620"] Im Gutshaus Lichterfelde diskutierten im Februar 2024 Anwohner, Politik und Verwaltung über die Dauerbaustelle am Hindenburgdamm. Stadtrat Aykal informierte über die weiteren Pläne, die Bürger teilten der Verwaltung ihre Sorgen und Wünsche mit. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]   Wenn die Sozialraumorientierte Planungskoordination zur Kiezkonferenz einlädt, hat sie also schon ungefähr eine Ahnung, wo der Schuh drücken könnte und an welcher Stelle es sinnvoll sein kann, bestimmte Phänomene genauer zu beleuchten. Oder welche Bürger aus bestimmten Regionen ganz gezielt angesprochen werden sollten.  Die Kiezkonferenzen unterscheiden sich von den runden Tischen, die es ebenfalls in einigen Bezirksregionen gibt. Erstere werden vom Bezirk, also von der Planungskoordination organisiert, die runden Tische sind Projekte sozialer Träger wie beispielsweise dem Mittelhof oder dem Stadtteilzentrum Steglitz.  Auf der Kiezkonferenz wird zum einen über ein festgelegtes Thema informiert. Über das Beteiligungsmodul von MeinBerlin.de können Interessierte dafür Vorschläge machen. Die SPK sichtet und prüft die Vorschläge und organisiert bei Bedarf Referenten oder Mitarbeitende aus der Verwaltung, die zur Kiezkonferenz eingeladen werden. Zum anderen werden Mittel aus dem Fördertopf FEIN-Einzelmaßnahmen vergeben. Für die Verwirklichung kleiner ehrenamtlicher Projekte stehen pro Antrag höchstens 2.000 € Sachmittel zur Verfügung.  Alle Informationen und Termine: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/kiezkonferenzen-1353265.php  

Das Kinder- und Jugendbüro

Das Kinder- und Jugendbüro ist die zentrale Anlauf-, Informations- und Vernetzungsstelle für Kinder- und Jugendpolitik in Steglitz- Zehlendorf. Ziel des Büros ist es, die gesetzlich verankerten Mitwirkungsrechte von Minderjährigen und jungen Erwachsenen in kommunalpolitischen Handlungsfeldern zu verwirklichen. Zu den Angeboten und Projekten gehören Workshops und Jugendaudits, Vergabe von Fördermitteln oder die jährliche Würdigung von ehrenamtlich engagierten Jugendlichen.  https://www.kijubsz-berlin.de/

 

Das Beteiligungsbüro

Der „Raum für Beteiligung“ ist Anlaufstelle für alle, die sich an Vorhaben des Bezirksamtes beteiligen wollen. Hier ist zu unterscheiden zwischen gesetzlich vorgeschriebener und nicht zwingend notwendiger Bürgerbeteiligung.   Als Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Bezirksverwaltung bietet der Raum für Beteiligung allen Interessierten Informationen, Unterstützung oder Beratung zu geplanten Bauvorhaben und Beteiligungsverfahren in Steglitz-Zehlendorf.    Im Vor-Ort Büro in der Potsdamerstraße 50 in Zehlendorf gibt es offene Sprechstunden, hier können Interessierte erste Fragen oder Ideen loswerden. Darüber hinaus „tourt“ das Büro durch den Bezirk, Ort und Zeit sind auf der Webseite zu erfahren:  https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/raum-fuer-beteiligung-steglitz-zehlendorf-1361407.php    

Frauenbeirat

Der Frauenbeirat ist die Interessenvertretung aller Frauen im Bezirk. Als überparteiliches und unabhängiges, beratendes Gremium soll er die Gleichstellung der Geschlechter fördern und gegenüber Politik und Verwaltung die Interessen und Belange der Frauen vertreten, die im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin wohnen oder arbeiten Die Bildung des Frauenbeirats geht zurück auf einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf. Ihm gehören bis zu 14 Frauen an, die Hälfte davon Frauen, die in Vereinen, Verbänden, Organisationen oder Projekten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf in der Frauenarbeit engagiert sind und von diesen vorgeschlagen werden. Die weiteren sieben Mitglieder sollen sich aus engagierten Frauen in Steglitz-Zehlendorf zusammensetzen. Ziel des Gremiums: Als Interessensvertretung der Frauen im Bezirk die vielfältigen Biographien und Lebensrealitäten von Frauen in Steglitz-Zehlendorf abbilden und vereinen. Der Frauenbeirat nahm Anfang 2025 seine Arbeit auf. https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/beauftragte/gleichstellung/
 

Freiwilligenagentur

Die Freiwilligenagentur Steglitz-Zehlendorf ist die bezirkliche Anlaufstelle für Engagement und Ehrenamt. Interessierte finden an drei Standorten Ansprechpersonen, die für jedes Töpfchen das passende Deckelchen finden. Beratungen können aber auch telefonisch oder online stattfinden. Eine umfassende Datenbank bietet einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.  https://freiwilligenagentur.info/  

Ehrenamtlicher Dienst des Bezirksamtes

In sieben Freizeitstätten können Engagierte sich bei der Veranstaltungsorganisation, im Gästeservice oder als Gruppenleitung für Freizeitäktivitäten ehrenamtlich einbringen. Als Teil des Gratulationsteams überbringt man Glückwünsche zu Geburtstagen und Ehejubiläen. Das Seniorentelefon spendet Trost, berät bei persönlichen Anliegen oder vermittelt Kontakte zu entsprechenden Einrichtungen des Bezirksamtes. Interessierte wenden sich an Frau Weidner, Telefon: 030 90299-2843 E-Mail: soz-ehrenamt@ba-sz.berlin.de  

Schiedspersonen

Ehrenamtliche Herausforderung für Menschenkenner und kommunikationsstarke ausgleichende Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn: Beim Bezirksamt können Interessierte ab 30 bis 70 Jahre sich für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsperson bewerben. Zu den Aufgaben einer Schiedsperson gehört das Schlichtungsverfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten über vermögensrechtliche Ansprüche sowie in nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten wegen Verletzung der persönlichen Ehre. Schiedspersonen werden von der Bezirksverordnetenversammlung für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Alle Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/amt-fuer-buergerdienste/schiedsamt/  

Kiezlabor

Einen alten Schiffscontainer hat die Technologiestiftung Berlin ein energieautarkes Tiny House verwandelt. Das Kiezlabor ist ein Projekt, das vom CityLAB im Rahmen der Strategie Gemeinsam Digital: Berlin umgesetzt wird - ein offener Ort, der als Zukunftswerkstatt, Workshop, Bühne, interaktive Ausstellung, Netzwerktreffen oder einfach nur zum gemütlichen Kaffeetrinken dient. Das Labor kann von Organisationen, Unternehmen oder Initiativen als Kooperationspartner angefragt werden. https://citylab-berlin.org/de/projects/kiezlabor/  

Einwirken auf politische Entscheidungen 

Bürgerinnen und Bürger können gewählte Gremien dazu zwingen, sich mit ihren Forderungen auseinanderzusetzen. Auf Bezirksebene stehen dazu unterschiedliche Mittel zur Verfügung: Einwohnerfragestunde in der BVV  In der Bezirksverordnetenversammlung der BVV und der meisten öffentlich tagenden Ausschüsse kann jeder Bürger zu Beginn der Sitzung Fragen stellen. Die Themen müssen einen Bezug zum Bezirk haben und in der Verantwortung des Bezirksamtes liegen. Ein inhaltlicher Bezug zur Tagesordnung ist nicht erforderlich. Einwohnerantrag  Der Antrag muss von drei Personen ab 16 Jahre  (= Vertrauenspersonen) unterschrieben werden, die ihren alleinigen oder Hauptwohnsitz in Steglitz-Zehlendorf haben. Der Antrag muss außerdem von mindestens 1.000 Bewohnenden des Bezirks durch Unterschrift unterstützt werden. Ist das erreicht, wird er auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der BVV gesetzt. Die Vertrauenspersonen haben das Recht auf Anhörung in der BVV bzw. in den Fachausschüssen. Gemäß § 44 des Bezirksverwaltungsgesetzes ist über einen Einwohnerantrag innerhalb von zwei Monaten nach Eingang zu entscheiden. Bürgerbegehren und Bürgerentscheid  Der Bürgerentscheid kann eine Entscheidung, eine Empfehlung oder ein Ersuchen an das Bezirksamt sein, eine bestimmte Verwaltungsentscheidung zu treffen. Das Bürgerbegehren ist dann erfolgreich, wenn es von 3 % der Wahlberechtigten mittels Unterschriften unterstützt wird.  Dann kommt es zum Bürgerentscheid:  Dieser ist dann erfolgreich, wenn er von einer Mehrheit der Teilnehmenden und zugleich von 10 % der bei der letzten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung Wahlberechtigten angenommen wurde. Er hat dieselbe Rechtswirkung wie ein Beschluss der BVV. Alle Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/aktuelles/buergerbeteiligung/artikel.946106.php# Vorhaben vorschlagen Neu seit März 2026 ist die Möglichkeit, eigene Projektideen aktiv in die Bezirkspolitik einzubringen. Projekte können nun auch unabhängig von schon bestehenden bezirklichen Planungen auf die Agenda von BVV und Bezirksamt gesetzt werden. Der erste Schritt ist die Meldung des Projektvorschlags beim Raum für Beteiligung. Nach Prüfung der bezirklichen Zuständigkeit und Befassung im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden wird das Projekt bei positivem Votum dem Bezirksamt mit der Bitte um Umsetzung vorgelegt. Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/moechten-sie-selbst-beteiligung-anregen-1367171.php   [caption id="attachment_89966" align="aligncenter" width="620"] Unterschriftensammlung auf dem Kranoldmarkt im November 2023: Die Markthändler wehren sich gegen einen Umbau, Anwohner streben eine Umgestaltung an. Beide Gruppen werben um Unterstützung für einen Einwohnerantrag. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]  

Bürgerinitiativen

Bürgerinitiativen gründen sich in der Regel dann, wenn langfristige Vorhaben besonderer Tragweite anstehen. Oder wenn es darum geht, dicke Bretter zu bohren, wenn also ein kurzfristiger Erfolg unwahrscheinlich erscheint. Zusammenschlüsse dieser Art erfordern jahrelanges Engagement. Die Akteure werden von der Politik oft als unbequem wahrgenommen – weil sie permanent Transparenz einfordern, eigene Vorschläge einbringen, Fehler der Verwaltung aufdecken und immer wieder die Politik zur Rede stellen. Beispiele für Bürgerinitiativen in Steglitz-Zehlendorf  Bündnis für einen lebendigen Kranoldplatz  https://www.kranold-markt-platz.de/ BI Dresdner Bahn  http://stadtrand-nachrichten.de/buergerinitiative-dresdener-bahn/ BI S-Bahnhof Kamenzer Damm  http://stadtrand-nachrichten.de/wo-ist-der-bahnhof-kamenzer-damm/ BI Stammbahn  https://www.stammbahn.de/ Aktionsbündnis Stammbahnalternative  http://www.stammbahnalternative.de/ Aktionsbündnis Lichterfelde Süd  https://aktionsbuendnis-lichterfelde-sued.de/ BI Breitenbachplatz  https://breitenbachplatz.de/

Demonstrationen

Manchmal muss man einfach Präsenz zeigen. Raus aus der Blase, raus auf die Straße. Damit alle Teile der Gesellschaft mitbekommen, dass etwas so richtig im Argen liegt:  Klimawandel, Umweltzerstörung, Wohnungsnot oder das chronisch unterfinanzierte Bildungssystem - Anlässe gibt es wahrlich genug. Vor allem seit dem Treffen von Rechtsextremen mit Politikern und Unternehmern in Potsdam gehen überall im Land Menschen zu Demonstrationen, weil sie um den Bestand des Rechtsstaates und um die Werte des Grundgesetzes fürchten.  Nicht wenige Menschen organisieren auch erstmals selbst eine Protestveranstaltung. Für diese bisher nicht politisch Aktiven haben die Initiativen „Berlin gegen Nazis“ und „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ grundlegendes Wissen zum Versammlungsgesetz, Know-How zu Anmeldung, Organisation und störungsfreien Durchführung von Versammlungen zusammengestellt. Die 40-seitige Online-Publikation „Auf die Straße, fertig, los!“ gibt einen Überblick über die Neuerungen und Besonderheiten des Berliner Versammlungsfreiheitsgesetzes und zeigt erste Erfahrungen mit der Anwendung des Gesetzes auf. Die Handreichung bündelt außerdem Tipps und Hinweise, die über viele Jahre in der Beratung und Vernetzung von engagierten Einzelpersonen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Bündnissen gesammelt wurden. Zuletzt geht sie auf möglicherweise auftretende Herausforderungen im Verlauf einer Versammlung ein und gibt Empfehlungen zum Umgang mit Störungen durch Videoblogger und sogenannte Streamer.  Info und Broschüre zum Dowload:  https://berlin-gegen-nazis.de/broschuere-zu-versammlungen-veroeffentlicht/

Daniela von Treuenfels 

   
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