Veranstaltungen im April 2026
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Affordable Art Fair Berlin 2026 Affordable Art Fair Berlin 2026
16. April 2026 – 19. April 2026
Arena BerlinWochenendkurs: Urban Sketching Wochenendkurs: Urban Sketching
18. April 2026 – 19. April 2026
Führung durch das Achim Freyer Kunsthaus Führung durch das Achim Freyer Kunsthaus
19. April 2026 -
Yoga auf dem Stuhl Yoga auf dem Stuhl
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20. April 2026 -
Achtsamkeitskurs Achtsamkeitskurs
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21. April 2026Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes
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21. April 2026Rathaus Zehlendorf -
Runder Tisch Lichterfelde-West "Gemeinsam statt einsam" Runder Tisch Lichterfelde-West "Gemeinsam statt einsam"
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22. April 2026 -
Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes
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23. April 2026Rathaus ZehlendorfAusstellungseröffnung: Schwerer Stoff. Frauen – Trachten – Lebensgeschichten Ausstellungseröffnung: Schwerer Stoff. Frauen – Trachten – Lebensgeschichten
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23. April 2026
Kiezkonferenz Bezirksregion Ostpreußendamm Kiezkonferenz Bezirksregion Ostpreußendamm
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23. April 2026 -
Fliegende Gärtner – den Superkräften der Vögel auf der Spur Fliegende Gärtner – den Superkräften der Vögel auf der Spur
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24. April 2026Regelmäßige Treffen von Hobby-Malerinnen Regelmäßige Treffen von Hobby-Malerinnen
24. April 2026Vortrag: „Atomkrieg im Kinderzimmer?“ Vortrag: „Atomkrieg im Kinderzimmer?“
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24. April 2026 -
Samstags-Workshop mit der Künstlerin Gesine Wenzel Samstags-Workshop mit der Künstlerin Gesine Wenzel
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25. April 2026Vogelkundlicher Spaziergang durch das Freilichtmuseum Vogelkundlicher Spaziergang durch das Freilichtmuseum
25. April 2026 -
FC Viktoria Berlin vs. Eintracht Frankfurt II FC Viktoria Berlin vs. Eintracht Frankfurt II
26. April 2026Stadion LichterfeldeFührung durch das Achim Freyer Kunsthaus Führung durch das Achim Freyer Kunsthaus
26. April 2026 -
Yoga auf dem Stuhl Yoga auf dem Stuhl
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27. April 2026 -
Achtsamkeitskurs Achtsamkeitskurs
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28. April 2026Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes
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28. April 2026Rathaus ZehlendorfDiskussion: „Spannungsfeld Hindenburgdamm – Was braucht es für ein Comeback?“ Diskussion: „Spannungsfeld Hindenburgdamm – Was braucht es für ein Comeback?“
28. April 2026 -
Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes Bürgersprechstunde eines Bezirksamtmitgliedes
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29. April 2026Rathaus Zehlendorf












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Mit Eltern, Kindern und hochrangigen Gästen ging am Wochenende ein temporäres Beteiligungsprojekt von Kindern und für Kinder an den Start. Der Kirchenraum der Patmos-Gemeinde in der Steglitzer Gritznerstraße wurde dafür komplett umgekrempelt.
Der seit 1963 bestehende würfelförmige Gemeindesaal, in dem sonst eine rituelle Ordnung mit Orgel, Altar, Kanzel und Stuhlreihen besteht, hat nun den Charakter eines Indoor-Spielplatzes. Es gibt Höhlen, eine Bastelecke, Tobeflächen und „Aquarien“ mit Fischen.
Fische, logisch. Denn rund um eine Insel ist Wasser, und da ist auch Leben. Genau wie auf der Insel, dort wohnen die Kinder. Über allem schwebt Frieda, die Taube. Sie achtet darauf, dass es allen gutgeht. Das ist das von den Kindern erdachte Konzept der Friedensinsel.
Eine Transformation vom Kirchensaal zur Friedensinsel ist nicht nur ungewöhnlich, sondern hat alle Beteiligten Hirn, Kraft und Zeit gekostet. Der Kirchenkreis Steglitz stand als Geldgeber zur Seite. Am Anfang standen Berichte aus der Partnergemeinde im schwedischen Göteborg, erzählt Gemeindepädagogin Stefanie Conradt. Dort gebe es schon länger einen (dauerhaften) extra gestalteten Raum für Kinder. Auch in Deutschland fänden sich Beispiele: In Hannover, Hildesheim oder Hamburg bieten Gemeinden den Jüngsten zeitweise oder permanent eigene Orte für ihre Themen und Fragen.
Stefanie Conradt fand mit ihrem Wunsch nach einem Beteiligungsprojekt Verbündete in der Pfarrerin der Patmos-Gemeinde und dem Kirchenkreis Steglitz-Zehlendorf. Die Umsetzung wurde über einen Zeitraum von 16 Monaten intensiv geplant und vorbereitet: Ein Kirchenraum, der unter der Beteiligung von Kindern ganz nach ihren Ideen und Bedürfnissen ausgestattet ist und in dem das passiert, was Kinder sich wünschen. Ein Ort zum Spielen, Ruhen, Reden, Tanzen, Hören und Feiern.
Rund 300 Kinder beteiligten sich an Aktionstagen und Umfragen und formulierten ihre Ideen und Wünsche für die Friedensinsel. Der zehnköpfige Kinderrat mit Kindern zwischen 5 und 11 Jahren beriet diese Ideen mit Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild der Technischen Universität Berlin. Nach mehreren Abstimmungsrunden gestalteten die Studierenden den Kirchenraum nach den Wünschen der Kinder um.
Am Sonnabend wurde die umgestaltete Kirche nun feierlich eröffnet – auf Socken, denn Schuhe sind hier (wie auch Handys, Schimpfwörter, Essen und Trinken) nicht erlaubt; so haben es die Kinder entschieden.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bischof Christian Stäblein präsentierte sich also untenrum schwarz-gelb, während er oben exakt den Ton traf. Kurzweilig und kindgerecht und in einer Art Mitmach-Ansprache verdeutlichte der Geistliche anhand von Willkommensgesten das Ziel der Friedensinsel: Ankommen, sich sicher fühlen und wachsen. Auch die Ghettofaust – „meine Lieblingsbegrüßung“ – sei eine herzliche Gebärde: zunächst verschlossen, öffnet sie sich zu einem fröhlichen Gruß. Darum, so Stäblein, gehe es hier: aus sich herauskommen, sich die Welt erschließen und sich darin entwickeln.
In Vertretung des Regierenden sprach Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson zur Gemeinde. Ihre Botschaft: Ihr Kinder seid die Zukunft, habt die Chance zu gestalten, „und das müsst ihr auch“. Was die Politik tut, um Ressourcen und Strukturen für die Beteiligung von Kindern bereitzustellen, sagte die Senatorin nicht. Da war es doch gut, dass die anwesenden Bezirksstadträte (Tim Richter (CDU), Carolina Böhm (SPD) und Malgorzata Sijbrandij (CDU)) nicht zu Wort kamen. Die Lokalpolitiker hätten erklären müssen, dass Steglitz-Zehlendorf es im Gegensatz zu vielen anderen Bezirken noch nicht geschafft hat, ein Kinder- und Jugendparlament zu etablieren. Die BVV wird erst in dieser Woche einen Beschluss dazu fassen.