
Vor der Rothenburg-Grundschule trafen sich Bezirksstadtrat, Verkehrsplaner, Bezirkspolitiker und Interessierte, um zu überlegen, ob und wie die Straße für Schüler sicherer gemacht werden kann. Foto: Gogol
Knapp zwei Wochen nachdem Schülerin Stella Amedome in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ihre Anfrage zur Rothenburgstraße gestellt hatte, waren Steglitz-Zehlendorfs Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD), der Leiter der Verkehrsbehörde Ralf Lehmann-Tag sowie weitere Mitarbeiter des Bezirksamts, Eltern, Schulleiterin und Schüler zu einem Vor-Ort-Termin vor die Rothenburg-Grundschule gekommen, um sich selbst ein Bild von den Verkehrsverhältnissen zu machen. Und wie meist in solchen Fällen, gab es den Vorführeffekt. „Es ist viel ruhiger heute“, sagte Stella, die bei der Begehung dabei war. Sie freute sich, dass so ernsthaft über ihr Anliegen diskutiert wurde – auch wenn sich die Diskussionen irgendwann im Kreis drehten.
Die Autofahrer auf der Rothenburgstraße seien oft zu schnell unterwegs, hatte Stella in der BVV vorgetragen, Halteverbote würden ignoriert. Wie dem abgeholfen werden könne, dazu gab es einige Ideen in der Runde.
Zum Beispiel könnten zusätzliche Fahrbahnmarkierungen auf die Tempo 30-Zone hinweisen, die Vorfahrtsregelung entlang der Straße soll überprüft werden, die Einfahrt von der Grunewaldstraße aus könnte unattraktiver gestaltet werden und ein von der Schule selbstgestaltetes Schild auf diese Hinweisen. Vor allem, wie die Straße enger gemacht werden könne, um die Autofahrer dazu zu bewegen, langsamer zu fahren, wurde entlang der Strecke diskutiert. Ob dies etwa durch zusätzliche Parkplätze erreicht werden kann, muss geprüft werden. Bei einer Fahrbahnbreite von sieben Metern, die Lehmann-Tag noch vor Ort maß, sei es aber schwierig, beidseitiges Parken zu ermöglichen, gab der Leiter der Verkehrsbehörde zu bedenken. Einschränkungen bei der Durchfahrt lehnte Lehmann-Tag aber ab. Die Straße sei öffentlich gewidmet, würde er an dieser Straße Einschränkungen zulassen, würde er einen Präzedenzfall schaffen. Das sahen Bernhard Steinhoff und Nina Stahr von der Grünen-Fraktion in der BVV anders. Sie wiesen auf die besonders „sensible“ Situation an der Rothenburgstraße mit Blindenschule, -museum und -werkstatt hin.
Lehmann-Tag war der größte Bedenkenträger in der Runde. Häufig verwies er darauf, dass seine Behörde prüfen, Verkehrs- und Unfallzahlen heranziehen müsse, um Maßnahmen zu begründen. Bisher gebe es da aber keine Erkenntnisse. Es gebe selten Geschwindigkeitsüberschreitungen und noch seltener Unfälle. Das sorgte bei Elternvertreter Volker Dorn und Schulleiterin Brigitte Heinze für Unmut, die fragten, ob denn erst etwas passieren müsse, um das Amt zum Handeln zu bringen.
Heinze wertete es als Erfolg, dass es diesen Vor-Ort-Termin gab, obwohl die Bezirksamtsmitarbeiter ständig erklärten, was alles nicht ginge, sagte sie. Nun heiße es abwarten, welches Ergebnis der Termin für ihre und die anderen Schulen an der Straße bringen wird.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: