
Der Bahnhof soll umgestaltetet werden. Dazu gehört auch die Kiezhütte. Visualisierung: Onkel Tom Kiez
Eine Gruppe engagierter Zehlendorfer Bürger will das frühere Sparkassengebäude am U-Bahnhof Onkel Toms Hütte zu einem einmaligen Gemeinwohlprojekt umbauen. Gut 150 Nachbarn haben sich bereit erklärt, die „Onkel Toms Kiezhütte“ mit einem Anteil von je 100 Euro oder mehr unterstützen zu wollen. Am Donnerstag hat das Team um die designierte Geschäftsführerin Monika Lentz eine Projektskizze beim Vermieter Urbanis abgegeben, einer BVG-Tochter, der das Gelände über den U-Bahn-Gleisen gehört.
Träger des Projektes mit dem Slogan „Von Nachbarn für Nachbarn“ soll eine gemeinnützige GmbH werden. Da die Gründung einer GmbH 25.000 Euro erfordert, haben die Mitstreiter von Lentz zusammen mit dem „Verein Papageiensiedlung“ innerhalb von nur sechs Wochen Finanzzusagen in dieser Höhe aus der Nachbarschaft gesammelt. „Die starke Unterstützung aus der Nachbarschaft und auch aus dem Rathaus beflügelt uns sehr“, so Monika Lentz.
Die Gemeinschaftseinrichtung soll Platz bieten für Veranstaltungen und nachbarschaftliche Aktivitäten aller Art und auf drei Säulen ruhen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
- Städtebauliche Vergangenheit: Erhalt und der Schutz des städtebaulichen Ensembles einschließlich der ebenfalls denkmalgeschützten U-Bahn-Station, unter anderem durch dorthin führenden beziehungsweise von dort ausgehenden CO2-freien städtebaulichen Tourismus wie Führungen zu Fuß oder per Elektrobikes
- Soziale Gegenwart: Die Pflege nachbarschaftlicher Beziehungen, besonders die zwischen Alten und Jungen, Begüterten und Nichtbegüterten, mittels Mobilisierung nachbarschaftlicher Ressourcen und Talente sowie gemeinsamer Aktivitäten.
- Ökologische Zukunft: Der Ausbau der CO2-ärmsten Einkaufsmeile Berlins zu einem attraktiven Lern- und Veranstaltungsort für nachhaltigen Lebensstil, der Ausbau von CO2-freier Elektromobilität und von CO2-einsparendem Klimagärtnern mittels Terra-Preta-Schwarzerde.
Deshalb deshalb lautet der Slogan für das Projekt: “Ein gutes Klima für Nachbarn und den Planeten”.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: