Am heutigen Dienstag ist es zehn Jahre her, dass auf Schwanenwerder bei einem Unwetter zwei Jugendliche getötet wurden.
Es ist in schwüler Sommertag, der 10. Juli 2002. Auf Schwanenwerder haben 150 Jugendliche von Jugendfeuerwehr, der THW-Jugend und des Jugend-Rotkreuzes aus dem gesamten Bundesgebiet Spaß, sie sind dort zu einem „Begegnungslager“. Ohne Vorwarnung zieht gegen 20 Uhr ein Unwetter auf. Das Sturmtief „Anita“ peitscht mit bis zu 150 Kilometern in der Stunde über die Insel, verwüstet das Zeltlager innerhalb nur einer Minute. Bäume knicken um, Äste brechen ab. Ein 14-jähriger der Jugendfeuerwehr Müggelheim und ein 15-jähriger von der JF Frankfurt-Bonames werden von umstürzenden Bäumen tödlich getroffen. Zwölf weitere Jugendliche und zwei Betreuer werden teilweise schwer verletzt. Auf der Insel herrscht Panik.
Die Rettungsarbeiten sind schwierig. Die einzige Zufahrtsstraße zur Halbinsel ist versperrt, mühsam müssen sich die Helfer vom Festland durch umgestürzten Bäume schneiden. Die Verletzten können nur über den aufgepeitschten Wannsee gerettet werden – eine Tortur für die Verletzten. Schwere Räumtechnik des Bundesgrenzschutzes kommt zum Einsatz, um die Wege freizumachen, doch das gelingt erst am nächsten Tag.
Der Zeltplatz auf der Insel Schwanenwerder wurde bislang nicht wieder für Zeltlager freigegeben.
Heute treffen sich in Kreuzberg Helfer von einst und Betroffene, um sich des Unglücks zu erinnern.













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner