StraßenABC: A wie Arnimallee

StraßenABC: A wie Arnimallee

Die FU dominiert das Bild der Arnimallee. Foto: Grützner

 

Die StadrandNachrichten stellen beim Straßen-ABC verschiedene Straßen im Bezirk, ihre Geschichte, Namensgeber und Anwohner vor.

Die nur knapp 600 Meter lange Arnimallee in Dahlem verbindet die Königin-Luise-Straße mit der Fabeckstraße. Ihre Geschichte beginnt 1908, als die Kommission zur Aufteilung der Domäne Dahlem den Bau der Straße beschloss. Die Kommission unter der Leitung des Wirklichen Geheimen Oberregierungsrates und Professors für Landwirtschaft Dr. Hugo Thiel ist auf Geheiß König Wilhelms II. für die Parzellierung der Domäne verantwortlich.

Benannt wird die Straße nach Johann Friedrich Bernd von Arnim, der von 1906 bis 1910 preußischer Staats- und Landwirtschaftsminister und damit zuständig für die Aufteilung der Domäne war. 1911 wurde die Arnimstraße in Arnimallee umbenannt.

Vor dem ersten Weltkrieg gab es nur wenig Bebauung. Lediglich auf der Südseite der Straße wurden bis zur Takustraße vier Villen errichtet. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde dann auch die nördliche Seite bebaut. Bis 1925 wurde das asiatische Museum hinter der Takustraße errichtet.

Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm die neugegründete Freie Universität Berlin zahlreiche Villen, darunter die Häuser 2, 9, 10, 11 und 12, die auch heute noch genutzt werden. Die Villen 1, 3, 5, 7 und 16 bis 18 stehen heute nicht mehr.

In die 1910 erbaute Villa mit der Nummer 2 zog das Institut für Mathematik ein. 1974 wurde in dessen Garten der Neubau des Instituts errichtet. Das ehemalige Dienstbotenhaus, das Hexenhaus, wurde in den 1980er Jahren von den Studenten genutzt. Nachdem es in den 190ern leer stand, wurde es zur Jahrtausendwende verkauft und ist heute mit der Hausnummer 2a eine privates Wohnhaus.

Auch auf der anderen Straßenseite übernahm das Institut nach und nach weitere Gebäude, 1982 zog die Fachbereichsbibliothek Mathematik und Informatik in die Arnimallee 3 ein.

In den Villen 9 bis 12 hat der Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie seine Räume. Das Haus Auhagen, benannt nach dem Bauherren, den Diplomaten Otto Auhagen, mit der Nummer 12, ist ein gelistet Baudenkmal.

Quer über die Straße errichtet wurde das Gebäude des Fachbereichs Physik. Es entstand 1982 und trägt heute die Adresse Arnimallee 14. Hinter der Takustraße ist an der Arnimallee 22 der Fachbereich Medizin untergebracht.

Auch wenn die FU dort dominiert, gibt es natürlich auch noch andere Anwohner an der recht kurzen Straße. So ist das Haus Hecht, Nummer 8, die einzige Villa, die in Privatbesitz blieb und als einzelnes Wohnhaus mitten im Universitätsviertel steht. Das Haus ist benannt nach dem preußischen Ministerialbeamten Carl Ernst Hecht und ist ein gelistetes Baudenkmal.

Ein weiterer „Anwohner“ sind auch die Museen Dahlem, mit dem Museum für Asiatische Kunst, dem Ethnologische Museum und dem Museum Europäische Kulturen an der Arnimallee 23 – 27. Errichtet von 1914 bis 1925 als Museum für Völkerkunde wurde das Objekt durchgehend als Museum genutzt und ist ebenfalls als Baudenkmal gelistet.

Erreichen kann man die Arnimallee mit den Bussen X 11, X 83 und 101 sowie mit der U 3, Station Dahlem Dorf.

 

(sn)

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Kinder- und Jugendhaushalt 2026

[caption id="attachment_103362" align="aligncenter" width="300"] Grafik: Kinder- und Jugendbüro[/caption]
 
 

Ab sofort können wieder alle Kinder und Jugendlichen von sechs bis 21 Jahren, die eine Schule in Steglitz-Zehlendorf besuchen oder hier wohnen, ihre Vorschläge und Ideen für den Bezirk beim Kinder- und Jugendhaushalt einreichen.

Insgesamt stehen 5.000 € zur Verfügung. Zwei Vorschläge für Schulhöfe können jeweils bis zu 300 erhalten und 8 Vorschläge für Jugendclubs, Parks, Straßen, Plätze usw. können jeweils bis zu 550 € bekommen.

Bis einschließlich 14. Juni können die Vorschläge per Mail, Messengerdienst oder Instagram sowie über die Homepage des Kinder- und Jugendbüros eingereicht werden.

Die Entscheidung darüber, welche Projekte im Bezirk umgesetzt werden, erfolgt vom 22. bis 24. Juni im Rahmen einer bezirksweiten Onlineabstimmung auf der Webseite. Abstimmungsberechtigt sind nur junge Menschen zwischen sechs und 21 Jahren.

Alle Infos: https://www.kijubsz-berlin.de/kijub/projekte/kinder-und-jugendhaushalt/

pm/dt

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