
Die SPD machte am Sonntag an Schlachtensee und Krumme Lanke sauber und suchte das Gespräch mit den Bürgern. Foto: Gogol
Kronkorken, Flaschen, Verpackungsreste und diverse Kleidungsstücke – das war das Ergebnis einer Müllsammelaktion der SPD an Krumme Lanke und Schlachtensee am Sonntagmorgen. Trotz strömenden Regens hatten sich die Parteimitglieder schon um 8 Uhr eingefunden und ihre Runden gedreht. Das Ergebnis waren mehrere gut gefüllte blaue Müllsäcke. „Wir sind eine Partei, die nicht nur redet, sondern handelt“, sagt Norbert Buchta, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf.
Seit Anfang Juli sind die beiden SPD-Abteilungen Seenplatte und Krumme Lanke unter dem Motto „Partei ergreifen für Krumme Lanke und Schlachtensee“ unterwegs an den beiden Seen, um Müll zu sammeln, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und sie dazu zu befragen, wie sie sich das Zusammenleben an Krumme Lanke und Schlachtensee vorstellen. „Wir müssen die Seen für die Menschen zukunftssicher machen“, erklärte Joachim Elsholz, Vorsitzender der Abteilung Seenplatte. Und dabei ginge es nicht nur um das Hundeverbot, sondern auch um Müll, Lärm und Radfahren auf dem Wegen.
„Es gibt viele unterschiedliche Nutzer an den Seen, die miteinander auskommen müssen. Doch jeder macht seins und nimmt nur wenig Rücksicht“, sagte Staatssekretär Christian Gaebler, der am Sonntag die Aktion unterstützte. Für die Müllentsorgung müsse ein besseres Angebot geschaffen werden, sagte er. Ein erster Schritt seien die neuen Unterflurbehälter, die aber nur am öffentlichen Straßenland aufgestellt werden können. Die Idee von Buchta, an den Wochenenden Müllcontainer an den Seen aufzustellen, sah Gaebler skeptisch, weil dort dann auch Hausmüll entsorgt werde. Gaebler war nicht der einzige Staatssekretär, der am Sonntag Müll sammelte, auch Barbara Loth war dabei. Sie war von 2006 bis 2011 Bezirksstadträtin in Steglitz-Zehlendorf und kennt die Probleme an den Seen noch sehr genau. Sie hatte damals die Bäderstreife eingeführt.
Die Partei sammelt aber nicht nur Müll, sondern auch Antworten. 265 Fragebögen sind bisher bei der SPD eingegangen, dazu zahlreiche Kommentare, die nach Ende der Aktion ausgewertet werden sollen. Daraus hervorgehen soll ein Konzept für Krumme Lanke und Schlachtensee. Geplant sei zudem ein Bürgerdialog, so Elsholz.
(go)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: