Rothenburg Grundschule in der Endrunde zum Deutschen Schulpreis

Rothenburg Grundschule in der Endrunde zum Deutschen Schulpreis

Foto: Daniela von Treuenfels

 

Finale beim höchstdotierten und renommiertesten Schulpreis: 15 Schulen, darunter die Steglitzer Rothenburg Grundschule, sind in der diesjährigen Topauswahl des Deutschen Schulpreises.

Eine 41-köpfige Jury aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Bildungsverwaltung hat die Schulen aus 85 Bewerbungen ausgewählt. Vor Ort führten die Expertinnen und Experten Gespräche mit Lehrkräften, Schülern, Eltern und außerschulischen Partnern, besuchen Unterrichtseinheiten und Projekte. Eine Reportage über den Jurybesuch in der Rothenburg-Schule findet sich auf den Seiten des Deutschen Schulportals, das wie der Deutsche Schulpreis von der Robert Bosch Stiftung finanziert wird.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht die Qualität des Unterrichts und die Frage, wie Schulen das Lehren und Lernen für ihre Kinder und Jugendlichen am besten gestalten können. Bei der Auswahl der Preisträger bewertet die Jury die Bereiche „Unterrichtsqualität“, „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ sowie „Schule als lernende Institution“.

Die inklusive Rothenburg-Grundschule mit 280 Schülerinnen und Schülern arbeitet jahrgangsübergreifend in den Klassen 1 bis 3 und 4 bis 6. Sie setzt auf multiprofessionelle Teams, die den Unterricht gemeinsam entwickeln. Bis zur vierten Klasse gibt es Lernberichte statt Ziffernzeugnisse. In Klasse 3 und 4 sind Lernentwicklungsgespräche die Alternative zu Halbjahreszeugnissen. Jede Klasse verfügt über Montessori-Materialien.

Seit 2020 arbeitet die Rothenburg Grundschule an ihrer schulischen Entwicklung. Unter der Fragestellung, wie die Schule in 10 Jahren aussehen soll, hat das Kollegium den Schwerpunkt auf die Förderung und Intensivierung des selbständigen Lernens gelegt. Dieser Bereich war von der Schulinspektion noch 2016 in einem ansonsten hervorragenden Bericht als schwach ausgeprägt aufgefallen.

Neben Inklusion, Montessori-Pädagogik ist nun auch Partizipation und Mitbestimmung als Schwerpunkt hinzugekommen. Aus der „Demokratiewerkstatt“ entwickelte sich das Schülerparlament, das im Sommer 2022 erstmals zusammentrat.

Die Nominierung für den Schulpreis ist schon ein großer Erfolg, mit dem sich die Schule schmücken kann. Allein das Durchlaufen des Bewerbungsprozesses ist eine große Leistung. Die nominierten Schulen nehmen an der feierlichen Preisverleihung am 12. Oktober in Berlin teil. Dann wird bekanntgegeben, wer die begehrten Preise erhält. Die Preisverleihung mit Bundespräsident Steinmeier und weiteren Gästen wird live übertragen.

Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, die fünf weiteren Preise insgesamt mit nochmals mehr als 100.000 Euro. Alle nominierten Schulen, die nicht ausgezeichnet werden, erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro. Seit Beginn des Programms haben sich rund 2.500 Schulen um die Auszeichnung beworben.

Der Deutsche Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de/

 

 

Daniela von Treuenfels

 

 

 

 

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„Perspektiven der Kinder und Jugendlichen machen unsere Entscheidungen besser“

[caption id="attachment_103286" align="aligncenter" width="400"] Johanna Martens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]   Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen. Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut: Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst. Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament. Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk. Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen. Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun. Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht. Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser. Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind. Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.

Johanna Martens

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