
Im Museumsdorf Düppel machten sich die Kinder selbst ein Bild vom Leben im Mittelalter. Foto: Freie Schule Anne-Sophie
Auf den Spuren von Dorfschulzen, Kreuzrittern und Dorfschmieden begaben sich zwölf Schüler der Freien Schule Anne-Sophie (FSAS) gemeinsam mit Mitarbeitern des Museumsdorfes Düppel. Das Ergebnis ist ein gemeinsames Buch: „Der silberne Ring“.
Die knapp 50-seitige Geschichte spielt im 13. Jahrhundert und erzählt nicht nur die Abenteuer der fiktiven Schulkameraden Tom und Anna. In elf Kapiteln werden Grundbegriffe des Hochmittelalters, wie Dorfschule und Gaukler, von Kindern für Kinder, erklärt.
Die Idee für die ungewöhnliche Koproduktion hatte Franziska Beck. Die Lernbegleiterin der FSAS Berlin entwickelte zusammen mit den Kindern der vierten bis sechsten Klasse in mehr als 30 Schulstunden die Figuren und Wendungen der Abenteuergeschichte. Selbst 31 der 46 Grafiken wurden von Kindern gezeichnet. „Geschichte ist für mich etwas so Lebendiges, weshalb ich für die Chance, den Geschichtsunterricht mit meinen Lernpartnern und Lernpartnerinnen nach draußen zu verlagern und über die praktische Arbeit zu erfahren, dankbar bin“, sagt Beck. Damit eine besonders authentische Zeitreise entsteht, haben Schüler und Lehrerin das Museum knapp 40 Mal besucht. „Dort haben wir gemeinsam Holzlöffel und -schalen geschnitzt, Mehl gemahlen oder Bastschnüre hergestellt und mittelalterliche Kinderspiele gespielt. Auch auf dem Schulhof errichteten wir eine Lehmwand. So hatten unsere Schulautoren die Möglichkeit, Geschichte hautnah zu erleben.“
Engagement, das Professor Dr. Mamoun Fansa, Vorsitzender des Fördererkreis des Museumsdorfes Düppel e.V., sehr schätzt: „Mit Hilfe der Kinder der FSAS Berlin lassen wir das Hochmittelalter in Zehlendorf neu aufleben. Eine tolle Kombination, denn durch das Buch entsteht nicht nur Geschichtsunterreicht auf Augenhöhe der Kinder, der Verkauf des Buches bedeutet auch langfristige finanzielle Unterstützung für das Museumsdorf Düppel. Unsere Anlage befindet sich nicht im Zentrum der Hauptstadt, womit wir als geschichtliche Attraktionen einfach nicht im Fokus des Berlintourismus stattfinden. Das Buch trägt dazu bei, das Museumsdorf am Leben zu erhalten.“
Finanziert wurde das Buch mit großzügiger Unterstützung der Gerhard Jeck Stiftung, durch die der Druck des Buches finanziert werden konnte.
„Der silberne Ring – Eine Abenteuergeschichte aus dem Museumsdorf Düppel“ ist im Nicolai Verlag Berlin erschienen und kostet 8,50 Euro.
(sn)














Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: