
Kira Reichling zieht es nach Westafrika. Ein jahr lang wird sie dort leben und arbeiten. Foto: Gogol
„Weltwärts“ zieht es Kira Reichling. Am 19. September besteigt die 19-Jährige das Flugzeug nach Ghana, um dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu verbringen.
So langsam wird es ernst für die Lichterfelderin. „Noch kann ich es gar nicht so richtig realisieren. Doch es gibt manchmal kurze Momente, wenn ich daran denke, dann wird mir vor Aufregung ganz flau im Bau“, erzählt sie lachend.
Medizin studieren will Reichling, die in diesem Jahr ihr Abitur an der Goethe-Schule ablegte. Ihre Abschlussnote von 1,8 reichte nicht aus, um sofort einen Studienplatz zu bekommen. Die Wartesemester wolle sie sinnvoll verbringen, sagt sie. Ein FSJ kam da genau richtig. Bereits vor einem Jahr schickte sie ihre Bewerbung ab. Ghana oder Vietnam sollte es werden, schließlich entschied sich die Abiturientin für Westafrika. „Die Leute sind dort so fröhlich und offen“, begründet Reichling ihre Entscheidung. Wichtig war ihr auch, dass in dem Zielland Englisch gesprochen wird und dass es sicher ist.
Ihre Entsendeorganisation ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Mecklenburg-Vorpommern, das das FSJ im Rahmen des „weltwärts“-Programms der Bundesregierung finanziert. Bis auf einen Eigenanteil von 1.8000 Euro, den Kira Reichling selbst zahlen muss. Dafür muss sie Unterstützer suchen. Mehre Firmen habe sie deshalb angeschrieben, so die 19-Jährige. Rückmeldungen gibt es bisher nicht.
Vor Ort in Ho, der Hauptstadt der Volta-Region, wird Reichling Erste-Hilfe-Kurse geben. Darauf vorbereitet hat sich sie mit einem eigenen Erste-Hilfe-Kurs, der im Einsatzort noch einmal ergänzt und vertieft wird.
Auf die Reise wurde Reichling bei einem Seminar eingestimmt. Über die eigene Motivation wurde gesprochen und über die Erwartungen, die man an den Aufenthalt hat, erzählt die junge Frau. Aber auch darüber, wie man mit Heimweh umgeht, wie man sich in bestimmten Situationen verhält, etwa wenn man krank wird, und wie man seine eigenen Grenzen erkennt. Zur Vorbereitung gehörte für Reichling auch ein umfangreiches Impfprogramm: Gelbfieber, Tollwut, Cholera, Meningokokken … – das sind nur einige der Impfungen, die sie über sich ergehen lassen musste. Zudem nimmt sie derzeit ein Medikament, dass gegen Malaria vorbeugen soll. Ins Gepäck wandern außerdem ein Moskitonetz, Anti-Mückenspray und weitere Medikamente.
Sie habe Erfahrungsberichte gelesen und mit ehemaligen FSJ-lern gesprochen, die in Ghana waren, um sich auf ihren Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Aufgeregt ist Reichling trotzdem: „Ich weiß nicht, was mich erwartet, ob alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Das sind komplett andere Lebensumstände. Aber ich freue mich auf die Herausforderung.“ Unterstützung bekomme sie auch von Familie und Freunden. „Sie haben Respekt und finden es toll, was ich mache. Sie denken, dass ich das schaffe“.
Wer Fragen an Kira hat oder sie unterstützen will, kann ihr unter der E-Mail-Adresse kira_reichling@gmx.de schreiben.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: