
Peter Wulff von der Blue Health GmbH, Stephan Allner von der Wohnkompanie und Jürgen Kahl von der OHA Projektentwicklungsgesellschaft (von links) zeigten bei einem Rundgang, wie sich das Gelände entwickeln soll. Fotos: Gogol
Das Oskar-Helene-Heim liege im Dornröschenschlaf, findet Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) – „und die Investoren sind die Prinzen, die das schöne Kind wach küssen“.
Wie sie das Dornröschen aufwecken wollen, das stellten die „Prinzen“ am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vor.
Das Areal zwischen Clayallee und Argentinischer Allee hat eine Größe von 110.000 Quadratmetern, 33.000 davon bleiben als Landschaftsschutzgebiet erhalten. Die Baufläche teilen sich Die Wohnkompanie Berlin GmbH, die das Wohnareal „Oskar-Helene-Park“ errichtet, und die OHA Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, die den Gesundheitsstandort „eins – alles für die Gesundheit“ realisiert.
Auf dem gesamten Areal werden nur zwei Gebäude erhalten bleiben, erläuterte der Geschäftsführer der Wohnkompanie, Stephan Allner, die Planungen. Das ist zum einen das Schwesternwohnheim, das renoviert wird. Dort wohnen derzeit 35 ehemalige Mitarbeiterinnen des Oskar-Helene-Heims. Allerdings gebe es auch Leerstand, der dann vermietet werden soll. Zum anderen ist es die Direktorenvilla, die quasi die Grenze zwischen den beiden neuen Nutzungsteilen auf dem Gelände ist.
Links davon, bis hin zu den Nachbarn an der Waltraudstraße soll der Oskar-Helene-Park mit insgesamt 128 Wohneinheiten entstehen. Zu Clayallee hin werden Reihenhäuser errichtet, die unterbrochen sind von kleinen Orangerien. Die sollen unter anderem als Schallschutz dienen. An der Grenze zur Waltraudstraße sind ebenfalls Reihen- und Doppelhäuser in lockerer Verteilung bis hin zum Waldrand geplant. In Mittelteil sind Geschosswohnungen vorgesehen, die über der zentralen Tiefgarage errichtet werden. Im Zentrum der Anlage wird es einen kleinen zentralen Platz unter anderem mit Spielplatz geben. „In zwei Jahren können hier die ersten Kinder spielen“, gab sich David Eckel, Geschäftsführer der Eckel Presse & PR GmbH, zuversichtlich.
Fotogalerie 1: Rundgang über das Oskar-Helene-Heim-Gelände:
Getrennt durch einen Grünstreifen soll rechts der Direktorenvilla das Gesundheits-und Wellnesszentrum entstehen. Aufgrund der Geschichte des Areals sei es stets Bedingung des Bezirks gewesen, dass die Hälfte des Oskar-Helene-Heims medizinisch genutzt wird, erläuterte Jürgen Kahl, Gesellschafter der OHA. Die neuen Gebäude sollen sich landschaftlich in das vorhandene Grün einpassen. Das Konzept des Gesundheitsstandortes sei es, so Peter Wulff von der Blue Health GmbH, dass die Patienten an einem Standort optimal medizinisch versorgt werden können. Die Ärzte stimmen sich untereinander ab, sind miteinander vernetzt, so dass für den Patienten kurze Wege zurückzulegen sind, so Wulffs Vision. Mit dem Nachbarn, der Stofanel Investment AG, die auf „Fünf Morgen“ auch Platz für Ärzte bieten, habe man sich abgestimmt, so dass eine breite Palette an medizinischer Versorgung an den Standorten sichergestellt sei.
In die fünf Häuser des Gesundheitsstandortes „eins“ sollen unter anderem ein Diabeteszentrum, ein psychotherapeutisches Zentrum, ein Orthopädisches Zentrum und die Sportmedizin untergebracht werden. Auch eine Privatklinik mit zehn Betten sowie ein Vier-Sterne-Hotel mit 110 Zimmern ist geplant. Die Kita bekommt ebenfalls ein neues Zuhause. Ein große Fläche nimmt zudem das MeridianSpa mit Wasserlandschaft, Sauna und Massage ein.
Die Ärzte, die sich dort niederlassen stammen alle aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf, es werde keine Neuansiedlungen geben, versicherte Wullf.
Fotogalerie 2: So soll es in zwei Jahren aussehen:
Noch steht die Baugenehmigung aus. Allerdings versicherte Baustadtrat Schmidt, dass es nur noch um das „Feintuning“ gehe. Wenn die Genehmigung da ist, kann im Dezember mit dem Abriss begonnen werden, der Hochbau soll dann im Februar 2013 starten. Im Frühjahr 2014 ist die Fertigstellung anvisiert.
Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf habe ein großes Interesse daran, dass das Areal entwickelt wird, so Schmidt. Zusammen mit den zwei anderen Projekten „Fünf Morgen“ und „Dahlem Paradise“ wäre die Ecke dann „arrondiert“ (abgerundet).
Insgesamt fließen rund 130 Millionen Euro in das Oskar-Helene-Heim.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: