Die Toiletten am Gymnasium Steglitz sind nicht gerade einladend. Foto: LEA

Den Schülern stinkts: Deshalb stehen auf dem Wunschzettel des Landeselternausschusses (LEA)  in diesem Jahr die Schultoiletten – „ein Evergreen auf jeder Gesamteltern- und Schülervertreterkonferenz“, schreibt die LEA-Vorsitzende Lieselotte Stockhausen-Doering und führt zwei Beispiele aus Steglitz-Zehlendorf an. „Schüler rund um den Hermann-Ehlers-Platz gehen in ihren Freistunden in die Stadtbibliothek. Schüler vom Schadow-Gymnasium fahren mit dem Bus zu zwei in der Nähe liegenden Tankstellen. Glücklich, wer in der Nähe der Schule wohnt. Der Rest leidet unter Dehydrierung und Blasenbeschwerden. Und das bei der Länge der Schulzeit!“ Viele Kinder würden es vermeiden, vor und in der Schule zu trinken, nur um nicht auf die Toilette gehen zu müssen, berichtet die LEA-Vorsitzende.

Den Vorstoß der Steglitzer-Zehlendorfer Bezirksverordnetenversammlung, eine Listen mit sanierungswürdigen Toiletten zusammenzustellen, „ist ein guter Ansatz. Jetzt müssen zügig Taten folgen“, fordert Stockhausen-Doering vom Senat. Zudem verweist sie auf die „German Toilet Organisation“, die sich gegründet hatte, um sich um sanitäre Anlagen für die Dritte Welt zu kümmern – „bis die Verantwortlichen auf ein deutsches Schulklo stießen. Seitdem widmet man sich mit dem Projekt „Toiletten machen Schule“  der Sanierung dieser wenig einladenden Anlagen“.

2013 haben übrigens auch zwei Steglitz-Zehlendorfer Schulen bei dem Projekt gewonnen: die Quentin-Blake-Europaschule und das Arndt-Gymnasium.

(go)