Den Schülern stinkts: Deshalb stehen auf dem Wunschzettel des Landeselternausschusses (LEA) in diesem Jahr die Schultoiletten – „ein Evergreen auf jeder Gesamteltern- und Schülervertreterkonferenz“, schreibt die LEA-Vorsitzende Lieselotte Stockhausen-Doering und führt zwei Beispiele aus Steglitz-Zehlendorf an. „Schüler rund um den Hermann-Ehlers-Platz gehen in ihren Freistunden in die Stadtbibliothek. Schüler vom Schadow-Gymnasium fahren mit dem Bus zu zwei in der Nähe liegenden Tankstellen. Glücklich, wer in der Nähe der Schule wohnt. Der Rest leidet unter Dehydrierung und Blasenbeschwerden. Und das bei der Länge der Schulzeit!“ Viele Kinder würden es vermeiden, vor und in der Schule zu trinken, nur um nicht auf die Toilette gehen zu müssen, berichtet die LEA-Vorsitzende.
Den Vorstoß der Steglitzer-Zehlendorfer Bezirksverordnetenversammlung, eine Listen mit sanierungswürdigen Toiletten zusammenzustellen, „ist ein guter Ansatz. Jetzt müssen zügig Taten folgen“, fordert Stockhausen-Doering vom Senat. Zudem verweist sie auf die „German Toilet Organisation“, die sich gegründet hatte, um sich um sanitäre Anlagen für die Dritte Welt zu kümmern – „bis die Verantwortlichen auf ein deutsches Schulklo stießen. Seitdem widmet man sich mit dem Projekt „Toiletten machen Schule“ der Sanierung dieser wenig einladenden Anlagen“.
2013 haben übrigens auch zwei Steglitz-Zehlendorfer Schulen bei dem Projekt gewonnen: die Quentin-Blake-Europaschule und das Arndt-Gymnasium.
(go)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
Infos zum ADFC Fahrrad Klima Test: