
Die Schloßstraße war am vierten Adventssonntag bevölkert von Berlinern auf der Suche nach Geschenken. Foto: Gogol
Man kann am vierten Advent die letzte Kerze am Adventskranz anzünden und sich mit Familie und Freunden gemütlich auf das Fest einstimmen. Oder man kann den letzten verkaufsoffenen Adventssonntag nutzen, um zwei Tage vor dem Heiligen Abend Dekoration und Geschenke für die Lieben zu kaufen. Letzte Alternative wählten Hundertschaften von Berlinern, die sich am Sonntagnachmittag über die Schloßstraße schoben. Grund für viele, die sich in das Einkaufsgetümmel stürzten: fehlende Zeit.
„Die Adventszeit ist wie immer im Fluge vergangen“, gesteht Bettina Bartels, die aus Marienfelde extra angereist war, um im Boulevard Berlin die „ersten und letzten“ Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Sie hat sich vorgenommen, am Sonntag alle Geschenke einzukaufen – am Montag oder sogar erst am Heiligen Abend noch einmal loszuziehen, darauf habe sie keine Lust, sagt Bartels. Es sei das erste Mal, dass sie so spät mit dem Geschenke einkaufen dran sei, sagt die Marienfelderin, die es aber entspannter fand als gedacht. Obwohl es schon sehr voll sei, vor allem in der Dekorations- und der Haushaltsabteilung. Sie habe eine Schüssel gefunden, erzählt Bartels, gekauft habe sie sie aber nicht – die Schlange an der Kasse sei einfach zu lang gewesen.
„Weihnachten kommt jedes Jahr wieder überraschend“, sagt auch Bettina Eppa. Die Steglitzerin hat sich in das Gewühl der Schloßstraße gestürzt, um Weihnachtsdeko und Geschenke für ihre Mitarbeiter zu kaufen. Doch es sei anstrengend, „es ist voll und eng wahrhaftig“, so Eppa. Ein Einkaufsbummel am vierten Adventssonntag würde sie auf keinen Fall empfehlen. „Ich bewundere Leute, die schon Anfang des Jahres wissen, was sie zu Weihnachten schenken“, sie aber aber noch nie dazu gehört, gesteht Eppa.
Letzte Geschenke will auch eine Zehlendorferin einkaufen, die sich immer so spät auf die Suche nach Präsenten begibt. Sie sei bereits um 13 Uhr da gewesen, berichtet sie – und gegen 14.30 Uhr hatte sie alle eingetütet. Das Einkaufen sei angenehm gewesen, findet sie.
Das sieht Jens Klüber ganz anders. Der Nikolasseer ist mit seinem Sohn unterwegs, doch fündig wurden sie in den Geschäften und Shoppingcentern nicht. Es sei anstrengend und voll. „Wir haben keine Lust mehr. Weihnachten fällt aus“, sagt er frustriert.
(go)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
Infos zum ADFC Fahrrad Klima Test: