
Am Freitag wurde der Neubau für die Saatgutbank im Botanischen Garten eröffnet. Foto: G. Hohlstein, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks eröffnet am Freitag den Neubau der Dahlemer Saatgutbank im Botanischen Garten Berlin. Die Ministerin übernahm gleichzeitig die Schirmherrschaft für Deutschlands älteste Wildpflanzen-Saatgutbank.
Rund 7.000 Saatgut-Aufsammlungen aus aller Welt lagern aktuell in Dahlem, viele davon stammen von seltenen und gefährdeten Arten. Auf Expeditionen werden die Samen von Wildpflanzen gesammelt und dokumentiert. In einem Trockenraum werden sie bei 15 Grad Celsius und 15 Prozent relativer Luftfeuchte vorgetrocknet. Nach Reinigung und Trocknung werden sie schließlich in einem Kühlraum bei unter minus 20 Grad Celsius eingelagert. Die Trocknung und Kühlung verlängert die Keimfähigkeit der Samen um Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrhunderte. Bei Bedarf können aus ihnen wieder Pflanzen beispielsweise für Wiederausbringung an Naturstandorten herangezogen werden.
Die Dahlemer Saatgutbank im Botanischen Garten Berlin besteht seit 1994. Sie gehört damit zu den ältesten Saatgutbanken in Deutschland. Geographische Schwerpunkte der Sammlung sind neben Berlin und Brandenburg das Mittelmeergebiet und der Kaukasus.
Mit dem Neubau werden die technischen Möglichkeiten zur Saatguteinlagerung erheblich verbessert. Über die großen Fenster des Neubaus können Gartenbesucher in die Arbeitsräume schauen. Eine Ausstellung am Gebäude vermittelt die Aufgabe der Saatgutbank.
Der Neubau wurde dank Spenden und mit Hilfe des Berliner Senats für Stadtentwicklung realisiert.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: