
29 der rund 40 Grünflächenpaten waren ins Gutshaus Steglitz gekommen, wo sie für ihre Arbeit geehrt wurden. Foto: Gogol
Mit einer Kaffeetafel und einer Urkunde bedankte sich das Grünflächenamt am Mittwoch bei den ehrenamtlichen Grünpflegepaten in Steglitz-Zehlendorf. Rund 40 sind von ihnen im Bezirk im Einsatz, kümmern sich um eine kleine Grünfläche, um Straßenbegleitgrün, pflegen Baumscheiben und bepflanzen sie oder entfernen Graffiti. „Wir könnten uns das an noch viel mehr Stellen vorstellen“, sagt Maria Wassing-Schadfan, die für die Ehrenamtlichen die Ansprechpartnerin im Amt ist. Dort herrsche Personalmangel. „Wir können nicht ständig vor Ort sein“, sagt Wassing-Schadfan. Deshalb ist sie dankbar für die Unterstützung der Anwohner. Auch die zuständige Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) freut sich über das Engagement. Sie überreichte die Urkunden an die Ehrenamtlichen, „weil sie alle jemand sind, der sich um seine Umgebung kümmert“. Und das werde wertgeschätzt. Diese Arbeit sei wichtig, das wolle man mit diesem Nachmittag zeigen.
Einer, der sich seit vier Jahren um seine Umgebung kümmert, ist Joachim Timmich. Er pflegt eine Grünfläche an der Ecke Kreuznacher- und Paulsenstraße. Er schneidet die Sträucher und mäht Rasen. Er habe angefangen, weil ihn der Zustand der Anlage gestört habe, erzählt er. Die Fläche war verwildert, kaum zu betreten wegen der „Hinterlassenschaften“. Das habe sich seitdem reduziert. Für seine Arbeit bekomme er auch Anerkennung von den Anwohnern. Sie geben ihm manchmal Spritgeld für den Rasenmäher. Bei der Arbeit sei viel Eigeninitiative gefragt und Geld, so Timmich. Wenn es Probleme gibt, kann er sich an Maria Wassing-Schadfan wenden. Und das muss er derzeit, denn durch Bauarbeiten sei das Grün regelrecht zerstört worden.
Ebenfalls seit etwa vier Jahren kümmert sich Marianne Adam um eine Baumscheibe an der Friedrichsruher Straße. Damals seien zwei Kastanienbäume gefällt worden, aus den Resten wuchsen Blätter hervor. Irgendwann war das Unkraut so hoch, dass selbst die Autofahrer in ihrer Sicht eingeschränkt wurden. So wandte sich Adam an das Grünflächenamt, das ihr eine kleine Erstausstattung mit Handschuhen und Schere zur Verfügung stellte. Viele Anwohner wunderten sich über ihr Engagement, von anderen gibt es eine Päckchen Kaffee als Dankeschön, erzählt Adam, die sich jedes Jahr auf dieses kleine Zusammenkommen und die Gespräche freut.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]