
Geistreiches Berlin und Potsdam von Dr. Schuhmann
Die Nicolaische Buchhandlung befindet sich in Berlin-Friedenau in der Rheinstraße 65. Sie geht auf eine Tradition seit 1700 zurück und gilt somit als die älteste bestehende Buchhandlung in Berlin. Am Mittwoch, dem 14.9.22 um 19.30 Uhr wird Dr. Maurice Schuhmann eine Vorlesung über sein Buch Geistreiches Berlin und Potsdam halten.
Die Entwicklung Preußens, insbesondere die Berlins und Potsdams, zu einem Zentrum der Philosophie begann bereits unter Friedrich dem Großen. Der aufgeklärte Monarch holte die von Repressalien bedrohten französischen Aufklärer Voltaire und Julien Offray de La Mettrie nach Sanssouci an seinen Hof. Ersterer wurde sein Vorleser, der Zweite Hofarzt. In seine Regentschaft fällt auch die Berufung des Enzyklopädisten Denis Diderot an die Preußische Akademie der Wissenschaften. Unabhängig hiervon entwickelte sich Berlin – dank des deutschsprachigen Triumvirats von Friedrich Nicolai, Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn – zur preußischen Hauptstadt der deutschsprachigen Aufklärung.
Das geistige Leben in Berlin wurde dann von den Romantikern geprägt. Die bekanntesten Vertreter der deutschen Romantik, wie die beiden Schlegel-Brüder Friedrich und August Wilhelm sowie E. T. A. Hoffmann siedelten sich hier an. Diese ganz unterschiedlichen Denker schufen einen einzigartigen geistigen Nährboden, auf dem viele verschiedene Denkströmungen gedeihen konnten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Spreemetropole dann zielstrebig zu einer europäischen Hauptstadt der Intelligenz. Saul Ascher schrieb schon 1980 über Berlin zu Beginn des 19. Jahrhunderts: »Berlin war immer der Ort, wo die gekränkte Geistesfreiheit einen Zufluchtsort fand.«
Dr. Maurice Schuhmann, Jg. 1978, ist gebürtiger Berliner und promovierter Politikwissenschaftler. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der politischen Philosophie des 19. Jahrhunderts, vor allem des Junghegelianismus. Er unterrichtet seit mehreren Jahren sowohl in der universitären-, als auch außeruniversitären Erwachsenenbildung in Deutschland und Frankreich. Nebenberuflich ist er journalistisch tätig. (www.maurice-schuhmann.de)
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Foto: Inka Thaysen/RAZ Verlag[/caption]
Helfende Hände gesucht: der Suppenbus braucht Menschen, die einmal in der Woche in der Schloßstraße eine Kelle Wärme ausgeben.
Der Suppenbus in Steglitz zeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam handeln: Nachdem das Projekt zwischenzeitlich aufgrund fehlender Fahrer pausieren musste, brachte ein öffentlicher Aufruf die Wende. Dank neuer freiwilliger Helfer konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.
Neue Unterstützung dringend gesucht
Um das Angebot langfristig zu sichern, werden erneut ehrenamtliche Fahrer oder Helfer gesucht. Der Einsatz umfasst etwa fünf Stunden pro Woche und beinhaltet das Einsammeln von Lebensmitteln, den Transport der Suppe sowie die Ausgabe vor Ort. Zusätzlich steht ein personeller Wechsel an: Da sich der derzeitige ehrenamtliche Leiter des Suppenbusses ab August neuen Projekten widmet, wird eine engagierte Person gesucht, die künftig organisatorische Verantwortung übernimmt und das Projekt koordiniert.
Dabei gilt ausdrücklich: Die Leitungsrolle ist nicht an Fahrdienste gebunden. Wer den Überblick behält, gerne organisiert und ein soziales Projekt aktiv mitgestalten möchte, kann diese Aufgabe auch unabhängig vom Fahren übernehmen – vorausgesetzt, es finden sich genügend Fahrer.
Bewährtes Projekt im Stadtteil
Seit seinem Start im Frühjahr 2023 ist der Suppenbus zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden. Jeden Dienstag bietet er in der Schloßstraße nicht nur warme Mahlzeiten, sondern auch Begegnung, Austausch und Unterstützung im Alltag.
Kontakt und weitere Informationen
Interessierte erhalten weitere Informationen bei Maike Loerzer, Ansprechpartnerin im Gutshaus Lichterfelde, unter der Telefonnummer 0172 5 34 38 75 oder
per E-Mail an