Eine beliebte Abkürzung für Lieferfahrzeuge. Deshalb will die CDU die Straße Harry-S-Truman-Allee für den Durchgangsverkehr sperren lassen. Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley)

Die CDU würde auf Bürgerwunsch gern die Harry-S.-Truman-Allee für den Durchgangsverkehr sperren lassen. Vor allem der Lieferverkehr würde die Straße als Schleichweg nutzen, um vom Osteweg zur Goerzallee zu kommen. Doch für eine solche Belastung sei die Straße nicht gebaut worden. An die Verkehrsberuhigung am Platz der US-Berlin-Brigade würde sich niemand halten, deshalb sei die Sperrung der Straße zum Schutz der Anwohner sowie der angrenzenden Schule und Kita die einzige Lösung, führte Frank Sommerfeld, stellvertretender Bürgerdeputierter für die CDU, im Ausschuss für Verkehr und Ordnung aus.

Doch Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD) sah nur wenige Möglichkeiten dafür. „Die Verkehrsbehörde kann nicht allen, die sich nicht an die Regeln halten, hinterher räumen“, befand er. Es gebe bereits ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen, die Pflasterung würde es nicht zu lassen, dort zu rasen. Zudem, so seine Befürchtung, würde der Verkehr durch die Sperrung der Truman-Allee in die William-H.-Turner-Straße ausweichen.

Ähnlich sah es auch Eric Lüders (Piraten). Der befand ebenfalls, dass in der Straße bereist viel getan worden sei, um den Verkehr zu beruhigen. Ein weiteres Schild, das nur den Anwohnern die Zufahrt erlaube, würde seiner Meinung nach niemanden abschrecken.

Bis 2007 sei die Durchfahrt durch Poller verhindert worden, berichtete ein Anwohner der Harry-S.-Truman-Allee. Seit die weg sind, gebe es ständig Lieferverkehr in Richtung Stichkanal – zum einen, weil die Straße relativ frei sei, zum andern, weil auch die Navigationsgeräte die Fahrer dort lang führten. Warum die Poller entfernt wurden, wisse er bis heute nicht, so der Anwohner. Das will nun Karnetzki herausfinden. Vor allem die SPD-Fraktion war daran interessiert die Gründe zu erfahren, denn die Poller wieder aufzustellen sei die einfachste Lösung, um den Durchgangsverkehr aus der Straße rauszuhalten.

Karnetzkis Befürchtung, dass der Verkehr auf die Turner-Straße ausweichen würde, wurde im Gremium nicht geteilt, weil die Straße zu verwinkelt sei. Der Verkehr würde sich dann auf den Platz des 4. Juli verlagern.

(go)