Atomreaktor Wannsee: Kernschmelze – und kein Plan? Diese Frage will das Anti-Atombündnis am Donnerstag, 5. März, mit geladenen Gästen und interessierten Bürgern im Rathaus Zehlendorf diskutieren.
Anlass für den Diskussionsabend sind die Ergebnisse einer bundesweiten Katastrophenschutzübung vom September 2013, in der ein Atomunfall-Szenario in Norddeutschland mit hohem Austritt von Radioaktivität simuliert wurde. Weiterhin wurde angenommen, dass alle Bundesländer von erheblicher Strahlenbelastung betroffen sind. Überprüft werden sollte die Zusammenarbeit der Länderbehörden untereinander.
„Die Berliner Verwaltung hatte im Frühjahr des selben Jahres in einer internen Mail festgestellt, dass weder personelle Ressourcen, erforderliche Stabsstrukturen noch das notwendige Fachwissen zum Katastrophenschutz vorhanden seien und daher empfohlen, sich nicht an der Übung zu beteiligen. Die zuständige Senatorin folgte dieser Empfehlung nicht, die Übung endete im Fiasko!“, berichtet das Anti-Atombündnis.
Wie es zu dieser Situation kommen konnte, welches Gefahrenpotential der Berliner Atomreaktor hat, welche Folgen das Versagen des Berliner Senates für die Berliner Bevölkerung haben könnte und welche Forderungen sich daraus ergeben, soll an diesem Abend ab 19 Uhr im Bürgersaal diskutiert werden.
Eingeladen sind Senatorin Dilek Kolat (angefragt), der Landesbranddirektor Wilfrid Gräfling (angefragt), Steglitz-Zehlendorfs Bezirksbürgermeister Norbert Kopp, Alf Jarosch von der Bürgerinitiative gegen den Forschungsreaktor sowie der taz-Redakteur Sebastian Heiser.
Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
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