Foto: Dieter Schütz / pixelio.de
Wer sich mit dem Fahrrad auf den Spuren von Erfindern und Innovationen im Berliner Südwesten begeben will, sollte vier Termine im Juli & August 2020 nutzen. Es sind geführte Radrouten zum Thema „100 Jahre Berlin SÜDWEST – Innovationen aus Wirtschaft & Wissenschaft“. Anlass für diese Touren ist das 100-jährige Jubiläum von Groß-Berlin in diesem Jahr und die Auswirkungen für Wirtschaft und Wissenschaft im Berliner Südwesten. Die Radrouten folgen Innovationen von Einrichtungen, Betrieben, Personen und Innovationen/ Ideen, die vom Berliner Südwesten aus ihren Siegeszug z. T. weltweit antraten.
- Die erste geführte Radtour startet am Sonntag, 5. Juli 2020, 11 Uhr. Schwerpunkte dieser Tour sind die Themen Architektur /Design, Life Sciences, Physik und Verkehr. Vom wenig bekannten letzten Sitz des Bauhauses führt die Route zu den ehemaligen Gebäuden des Unternehmens Loewe. Wo früher Röhrenfernseher produziert wurden, werden heute von Berlin Heart Kunstherzen hergestellt. Im Anschluss statten wir einem Filmarchitekten und seiner Firma einen Besuch ab, schauen am Wohnort des Flugpioniers Otto Lilienthal sowie dem Wohn- und Forschungsort des berühmten Manfred von Ardenne vorbei. Auch die historische Haltestelle der 1. Elektrischen Straßenbahn weltweit liegt auf dem Weg.Treffpunkt: U-Bahnhof Grunewaldstraße / Ecke Schloßstraße.
Diese Tour wird am Freitag, 14. August 2020, 18 Uhr, wiederholt.
- Die zweite geführte Radtour startet am Freitag, 17. Juli 2020, 18 Uhr. Schwerpunkte dieser Tour sind die Themen Architektur, Verkehr, Chemie, Funk & Nachrichten sowie Life Sciences. Gustav Lilienthal, der jüngere Bruder des großen Flugpioniers Otto Lilienthal, war ebenfalls stark in die Fliegerei involviert und steht zu Unrecht im Schatten des Älteren. Dabei war er ebenso innovativ wie dieser und konnte noch auf ganz anderen Gebieten spielerisch und aufbauend seine Talente einbringen. Kaiserlich streng hingegen ging es in der ehemaligen Hauptkadettenanstalt zu. Heute beherbergen die ausladenden Bauten das Bundesarchiv. Vom Gutshaus Lichterfelde geht es dann zum nahegelegenen Teltowkanal, das System des Elektrischen Treidelns wurde sogar Vorbild für den Panama-Kanal. Zum Abschluss dieser Route wird in der Goerzallee überprüft, ob die Chemie stimmt, wir in Südwest einen guten Draht haben, und ob wir auch den Film eingelegt haben.Treffpunkt: S-Bahnhof Lichterfelde West, Ausgang Hans-Sachs-Straße.
Diese Radroute wird am Sonntag, 23. August 2020, 11 Uhr, wiederholt.
Die Teilnahmegebühr beträgt für jede der Touren 17 € pro Person. Fahrräder sind mitzubringen. Reservierungen und Informationen unter www.minoy-services.de
Die Radrouten sind Bestandteil des *Veranstaltungsprogramms „BERLIN SÜDWEST2020“.
In diesem Jahr stehen zwei Jubiläen im Mittelpunkt: „100 Jahre Berlin SÜDWEST– Innovationen aus Wirtschaft & Wissenschaft“ sowie „30 Jahre UNESCO Welterbe – Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Veranstalter sind das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin und das Regionalmanagement-Berlin SÜDWEST.
Mehr Informationen über dieses Programm unter www.rm-berlin-sw.de bzw. https://www.rm-berlin-sw.de/webmedia/documents/Veranstaltungen_Termine/Berlin-Suedwest-2020-Programm.pdf
Kontakt: Bärbel Petersen, Regionalmanagement Berlin SÜDWEST, Tel.: (030) 70760084, E-Mail
(BA Steglitz-Zehlendorf)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner