Feuchtigkeit und Schimmel gefährden die Gesundheit von Schülern und Personal. Foto: Flöter/Lohse

Im vergangenen Juni wandte sich in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf eine Schülerin der Rothenburgschule an die Politiker und das Bezirksamt, um auf die gefährliche Verkehrssituation vor der Schule hinzuweisen. Am kommenden Mittwoch, 10. Dezember, ist wieder BVV, dieses Mal werden sich nun Eltern der Rothenburgschule mit einer Einwohneranfrage an das Bezirksamt wenden, um auf die Situation im Schulgebäude aufmerksam zu machen.

2013 wurde die sanierte Schule wieder an Schüler, Lehrer und Eltern übergeben. Doch zufrieden ist man nicht. „Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbefall gefährden die Gesundheit der Kinder und Erzieher/innen“, beklagt Schulelternsprecher Volker Dorn. Betroffen davon sind die Räume für die Ganztagsbetreuung im Souterrain. Diese Räume sind für Hortkinder aber auch für Schüler, die im Rahmen der Verlässlichen Halbtagsschule dort die Zeit vor und nach der Schule verbringen, gedacht.

Foto: Flöter/Lohse

Bereits 2010 habe ein Kurzgutachten des Umweltamts belegt, dass in den Räumen eine überdurchschnittlich hohe Luftfeuchtigkeit herrsche, berichtet Dorn. Das Raumklima sei mangelhaft.

Geändert hat sich nach der Sanierung daran nichts. Stattdessen macht sich dort Schimmel breit. Den Materialraum etwa betrete die Hausmeisterin nur mit Atemschutzmaske, berichtet Dorn – ein Raum, der Luftlinie gerade einmal drei Meter vom Küchen- und Mensabereich entfernt ist. „Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Asthma, Allergien und Atemwegserkrankungen berichten bereits von zusätzlichen gesundheitlichen Belastungen ihrer Kinder.“

Zwar wurden Entfeuchtungsgeräte aufgestellt, die „lindern vorübergehend den beißenden Geruch und die Feuchtigkeitsprobleme, setzen aber nicht an den Ursachen an“, klagt der Schulelternsprecher und fordert, dass dort endlich Maßnahmen ergriffen werden.

Schul- und Ganztagsleitung hätten das Bezirksamt mehrfach über die Mängel informiert, Eltern Protestbriefe aufgesetzt – passiert sei nichts. Deshalb will Dorn in der BVV vorsprechen und das Amt auffordern, sich bei einem Ortstermin ein Bild von den Zuständen zu machen sowie Sofortmaßnahmen einzuleiten. Dabei hat er nicht nur die Gesundheit der Kinder und des Personals vor Augen, sondern auch den Bezirkshaushalt. „Die Kosten für eine Beseitigung der fortschreitenden Schäden werden überproportional steigen, je später geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden“, betont er.

Davon will er am Mittwoch auch den zuständigen Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD) überzeugen. Auf eine Nachfrage der StadtrandNachrichten zum Thema reagierte der Bezirksstadtrat bisher nicht.

(go)