
Zeichnungen zeigen die Pflanzen, die im Garten von Malmaison blühtem. Fotos: © Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
Das Werk „Jardin de la Malmaison“ von Etienne Pierre Ventenat von 1803/1804 hat außerordentliche Bedeutung in der bibliophilen Welt. Es wurde in einer Auflage von schätzungsweise 100 bis 200 Bänden hergestellt, kein Exemplar gleicht jedoch dem anderen. Das wohl wertvollste Exemplar der Auflage – der französische Kaiser Napoleon hielt es selbst in Händen – wechselt jetzt den Eigentümer und wird von der Deutschen Bank für einen symbolischen Kaufpreis an den Botanischen Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem übertragen. Der heute geschätzte Wert für dieses Exemplar liegt bei 150.000 Euro. Nach feierlicher Überreichung am 7. Juni wird das Buch für drei Monate täglich von 10 bis 18 Uhr im Botanischen Museum ausgestellt.
Das Werk porträtiert den Garten von Josephine, der ersten Ehefrau Napoleons und späteren Kaiserin Frankreichs. Der Garten des Schlosses Malmaison bei Paris wurde um 1800 von bedeutenden Gartenarchitekten zu einer der schönsten Anlagen dieser Art in Europa umgestaltet. Von den dort angepflanzten Raritäten wurden für die Kaiserin vom berühmten Blumenmaler Pierre-Joseph Redoute Porträts angefertigt und danach in Kupfer gestochen. Die zirka 120 Blumentafeln des Werkes zählen zu den Meisterstücken der botanischen Illustration. In deutschen öffentlichen Bibliotheken gibt es das vollständige Werk „Jardin de la Malmaison“ nur weitere dreimal (jedoch in anderer Ausführung): Göttingen, Hamburg und Dresden.
Das Exemplar im Botanischen Museum Berlin ist durch eine überaus einmalige und hochwertige Bindung gekennzeichnet, so dass es Experten zufolge das vermutlich wertvollste Exemplar der Auflage ist. Ein Stempel belegt, dass dieses Exemplar das persönliche Geschenk von Napoleon an seinen Schwiegervater, den österreichischen Kaiser Franz I., war und in seiner Privatbibliothek aufbewahrt wurde. Die österreichische Nationalbibliothek verkaufte 1949 Dubletten aus ihrem Bestand, womit dieses Exemplar in schweizerischen Privatbesitz, anschließend nach Holland und dann in den Handel gelangt.
Im Jahre 1987 wurde dem Botanischen Museum Berlin das hochpreisige „Jardin de la Malmaison“ zum Kauf angeboten. Die schnelle Unterstützung der Deutschen Bank ermöglichte es damals, diese Rarität zu sichern. Das Buch befand sich seitdem im Eigentum der Deutschen Bank und wurde als Dauerleihgabe in der Bibliothek des Botanischen Museums aufbewahrt. Das Werk wird jetzt in die öffentliche Universitätssammlung übertragen. „Das Botanische Museum Berlin ist der ideale Ort für diesen bibliophilen Schatz. Wir würden uns freuen, wenn künftig noch mehr Menschen das Buch „Jardin de la Malmaison“ und das spannende Wissensgebiet der Botanik für sich entdecken“, so Dr. Anke Sahlén von der Deutschen Bank Berlin.
(sn)












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