
Der Weg ist frei: Auf dem Gelände des ehemligen US-Militärhospitals soll nun ein Technologie- und Gründerzentrum entstehen. Archiv-Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley)
Der Weg für das Gründer- und Technologiezentrum (TGZ) an der Fabeckstraße ist frei. Am Mittwochabend entschied der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses das Gelände des ehemaligen US-amerikanischen Militärkrankenhauses in Dahlem die Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM) zu übertragen.
Gegen 15.30 Uhr twitterte Nicole Ludwig, Abgeordnetenhausmitglied und Sprecherin für Wirtschaft, Haushalt und Tourismus der Grünen-Fraktion „#Hauptausschuss #AGH beschliesst Übertragung der Fabeckstrasse an IZBM für Gründerzentrum FU! Geht doch, Herr Nussbaum!“. Kurz darauf melden sich auch die Bezirks-Grünen mit einer Pressemitteilung zu Wort. „Ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Steglitz-Zehlendorf“ sei dies, finden Heidrun Horlacher und Norbert Schellberg, Kreisvorsitzende der Grünen in Steglitz-Zehlendorf. „Mit der Übertragung des Geländes Fabeckstraße 62 aus dem Liegenschaftsfonds an die landeseigene Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH ist die Grundsatzentscheidung für ein solches Zentrum getroffen.“
Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) war am Mittwochabend erfreut über die Nachricht. „Wir arbeiten seit 2010 daran, das Grundstück für das TGZ zu retten“, sagte er und dankte allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben – dem Wissenschaftsbereich, der Senatswirtschaftsverwaltung mit Senatorin Cornelia Yzer (CDU) und dem Regionalmanagement. „Das ist ein gemeinsamer Erfolg, auf dem wir aufbauen können.“
Das Regionalmanagemt wollte sich am Mittwochabend noch nicht äußern. Er wolle den Beschluss erst vorliegen haben, sagte Projektleiter Dr. Reinhard Baumgarten.
Die Freie Universität hat zusammen mit dem Bezirk auf diese Entscheidung hingearbeitet. Und so ist FU-Präsident Professor Dr. Peter-André Alt zufrieden mit dem Beschluss: „Die Entscheidung des Hauptausschusses ist für den Standort Dahlem, aber auch für die gesamte Stadt, eine gute Nachricht. Die Universität der Zukunft muss neben der Lehre und Forschung auch den Bereich der Ausgründungen im Fokus haben und entwickeln. Die Freie Universität Berlin ist in diesem Bereich sehr aktiv, allerdings stößt sie bereits an ihre Kapazitätsgrenzen, sie braucht dringend geeignete universitätsnahe Flächen dafür. Wir wollen den starken Bio-Campus Dahlem, der mit seiner regionalen Komponente ein Grundstein des Netzwerkkonzepts der Freien Universität ist, in die Gründerförderung integrieren. Ich erwarte sehr viel von der Einrichtung eines Gründer- und Technologiezentrums, etwa die traditionelle Grundlagenforschung mit Anwendungsperspektiven zu verbinden und so den Weg in die Entrepreneur-Welt durch studentische Initiativen noch besser bahnen zu können als bisher.“
Als nächstes muss laut Kopp nun der neue Bebauungsplan für das Grundstück vorangetrieben und der Flächennutzungsplan angepasst werden. Zudem müsse die Wirtschaftsverwaltung die notwendigen GRW-Mittel (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) zur Verfügung stellen. Über einen Baubeginn wollte der Bezirksbürgermeister noch nicht spekulieren, er geht jedoch nicht vor 2015 davon aus.
Bisher war das TGZ am Einspruch des Finanzsenators gescheitert, der die Liegenschaft veräußern wollte.
(go)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
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