Diese englische Woche war für den FC Viktoria zum Vergessen. Nach einer 4:1-Niederlage beim FSV Wacker Nordhausen am Mittwoch verloren die Südberliner am Sonntag zuhause 0:5 gegen Neustrelitz.
Bereits nach sieben Minuten ließ Fabio Viteritti die himmelblaue Defensive stehen und netzte zur Führung für die Gäste ein. Drei Minuten später hatte Viktoria eine gute Gelegenheit, auszugleichen, doch Caner Özcins spielte den Ball direkt in die Arme von Neustrelitz-Torwart Steven Braunsdorf. Es sollte der gefährlichste Angriff der Lichterfelder in der ersten Halbzeit bleiben.
Die Neustrelitzer waren gefährlich und nutzen jede sich bietende Lücke für einen Angriff. So auch in der 18. Minuten. Ben Zolinski überlief mehrere Viktoria-Spieler, arbeitete sich in den Strafraum vor und baute den Vorsprung für die Neustrelitzer weiter aus.
Zu harmlos zeigten sich die Lichterfelder – und wurden dafür kurz vor dem Halbzeitpfiff mit einem dritten Gegentreffer bestraft. Das änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Zu ungefährlich war die Elf von Ersan Parlatan, was die Gäste für weitere Angriff und Tore nutzten. Daniel Franziskus vollendete seinen Angriff in der 59.Minute und netzte zum 0:4 ein, einem Konter der Gäste sechs Minuten später folgte das 0:5.
Da sich der FC Viktoria als guter Gastgeber zeigte, verzichtete er auf weitere Angriffe, so dass die Neustrelitzer ihren Sieg ungefährdet mit nach Hause nehmen konnten.












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „