
Symbolbild: Henrik G. Vogel / pixelio.de
„Inklusion persönlich nehmen“, unter diesem Motto setzen die Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf und die Fürst-Donnersmarck-Stiftung zu Berlin die Tradition fort und laden wieder einmal alle Interessierten aus dem Bezirk in das Café Inklusiv ein.
Die Veranstaltung findet bereits zum fünften Mal statt. Damit soll den Menschen aus dem Bezirk mit und ohne Behinderung die Möglichkeit gegeben werden, ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen und angeregte Gespräche auf Augenhöhe zu führen. „Mehr Verständnis füreinander fängt immer mit einer Begegnung an, dafür gibt es aber immer noch zu wenig Gelegenheit“, sagt Carsten Wolf, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung. Er ist selbst Rollstuhlnutzer und kennt die Herausforderungen, die im Alltag warten.
In dem Café Inklusiv können alle Gäste jederzeit in die Gesprächsrunde einsteigen, wenn sie Fragen haben oder ihre Sicht der Dinge beisteuern möchten. Dazu gibt es etwas Musik und jede Menge Kaffee gratis.
Die Veranstaltung findet am 12. Mai von 16 bis 18 Uhr in der Villa Donnersmarck, Schädestraße 9-13, 14165 Berlin, satt. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen können telefonisch unter 030 847 187 0 oder per E-Mail an villadonnersmarck@fdst.de erfragt werden.
(sn)












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „