
Feuerwehr rückt an – Fehlalarm in Lichterfelde. Foto: privat
Am Mittwochabend, 9. August, gegen 19 Uhr, musste die Feuerwehr zu einem Einsatz nach Lichterfelde ausrücken. Doch wie es sich herausstellte, war der vermeintliche Brand lediglich ein Grillabend.
Die Feuerwehr wurde wegen starken Brandgeruchs zum Hindenburgdamm Ecke Manteufelstraße in Lichterfelde gerufen. Im zweiten Obergeschoss des fünfstöckigen Vorderhauses sei Rauch zu beobachten, hieß es. Doch als die Einsatzkräfte der Feuerwehr dort ankamen, trafen sie lediglich einige Menschen beim Grillen im dritten Stock an. „Anscheinend zog der Grillqualm nach unten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage.
„Das gestern war ein sogenannter Fehlalarm im guten Glauben“, erklärt der Sprecher. Der Anrufer sei überzeugt gewesen, dass es dort brennt. „Als die Einsatzkräfte aber feststellten, dass es kein Feuer gibt, rückten sie gleich wieder ab“. Dass gleich so viele Feuerwehrfahrzeuge vor Ort waren, sei ganz normal, erklärt er. „Bei solchen Meldungen rückt gleich ein kompletter Löschzug aus“.
(eb)












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „